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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

So wichtig erschien dem treuen Theil des Volkes Josia's thatkräftigesEinschreiten gegen das Götzenthum, daß die Prophetenpartei von dieserZeit an eine neue Zeitrechnung zu zählen anfing Gewiß war zudiesem Feste in Jerusalem eine gehobene Stimmung. Die Anhängerder uralten Lehre, die Prophetenpartei, die treugebliebenen Levitenund Dulder sahen ihre Wünsche, wie sie kaum zu hoffen wagten, denndoch verwirklicht. Das entsetzliche Götzenthum mit seinen gräuelhaftenFolgen, das sieben Jahrzehnte verwirrend und entsittlichend bestandenhatte, war mit einem Male verschwunden. Der König war dafür mitThatkraft eingetreten. Auch die gesellschaftlichen Verhältnisse habensich wohl gebessert. Auf Freilassung der hebräischen Sklaven, welchesechs Jahre im Dienstverhältnisse waren, hat wohl Josia bestanden,da auch dieses Gesetz in der Lehre, die er sich zur Richtschnur genommenhatte, eingeschärft wirbst. Auch unparteiische Richter hat er wohleingesetzt, welche den Armen und Hilflosen gegen die Gewaltigen Rechtverschaffen sollten 2). Auch einen obersten Gerichtshof scheint er inJerusalem geschaffen zu haben, zu dessen Mitgliedern er Wohl die treuge-bliebenen Priester und Leviten und die eifrigen Beförderer seiner Reformberufen hat, da ein solcher einer späteren Zeit als Muster vorgeschwebthatst. Er mag auch kundige Leviten mit dem aufgefundenen Gesetzbuchin Städte und Dörfer ausgesendet haben, das unwissende Volk zubelehren st. Eine wichtige Neuerung soll Josia eingeführt haben. DieBundeslade, welche bis dahin stets als Schutzmittel in den Kriegmitgeführt und von den Leviten getragen worden war, sollte nichtmehr dazu gebraucht werden, sondern ihrem Zwecke dienen, Mittelpunkt

an Parallelen aus Jeremia und Deuteronomium; kurz der Psalm ist nach allenSeiten erklärt, wenn man zum Hintergrund desselben an das feierliche Paschazu Josia's Zeit denkt. Er ist ein Widerhall der damaligen Stimmung, alsdas Götzenthum ofsiciell abgethan war, aber noch manche stille Anhänger hatte.Im Einzelnen ist zu bemerken u. i'p.n bedeutet nicht bloß Zeugnih, sondernauchWarnung",Belehrung", -pim, V. 6, ist eine abstruse Form, sieläßt das ursprüngliche yoi'ß ahnen. V. 13 onx ist trotz aller künst-

lichen Erklärung der Ausleger unverständlich. Man mutz sich wohl entschließenzu lesen rmrsivZ vn.

*) Folgt aus Ezechiel l, 1 der mit einer eigenen Jahresberechnung anfängt,.-UV ll'viarr mr, die dem fünften Jahre seit Jojachins'Exil entspricht. Dieses Jahrist nun gerade das dreißigste seit Josia's Reform. Mit Recht nehmendaher das Targum und Hieronymus an, daß die 30 Jahre nach diesem Faktumgezählt seien (vergl. Frankel - Graetz, Monatsschrift, Jg. 1871. S. 517. sVgl.was Bertholet zu Ezech. 1, 1 dagegen vorbringt.s

2) Vgl. das Beispiel Zedekija's, Jeremia 34, 8 ff.

2) Folgt aus Jeremia 22, 1516.

st Vgl. Chronik II, 19, 8 fg.

st Vgl. das. 17, 7 fg.