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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

war, gab der König hier ein abschreckendes Beispiel. Die wenigerschuldigen Enkel mußten, wie so oft, für die schuldvollen Vorfahrenbüßen. Das war das Ende des Stiercultus von Bethel. Der Königselbst leitete die Entweihung der Afterheiligthümer von Bethels. Soräumte er mit den verschiedenen Götzenthümern, welche in verschiedenenZeiten auf israelitischem Boden eingeführt worden waren und fort-gewuchert hatten, vollständig auf, ganz nach der Vorschrift des deutero-nomischen Gesetzes. Auch die Bauchredner, Orakelverkündiger undfalschen Wahrsager vertrieb Josia^).

Im Frühlingsmonate desselben Jahres (621) rief Josia das ganzeVolk zusammen, das Paschafest nach Vorschrift des Gesetzes in Jerusalemgemeinschaftlich zu begehen. Es stellte sich jetzt, nicht wie zu Chiskija'sZeit, gezwungener Weise dazu ein, sondern betheiligte sich freiwilligdabei. Hatte es ja feierlich gelobt und sich durch ein Bündniß ver-pflichtet, fortan nach dem Gesetze zu handeln. Auch die gemischteBevölkerung, welche in Sichem, Schilo und Samaria angesiedelt warscheint sich an diesem Feste betheiligt und seit der Zeit den Tempelvon Jerusalem von Zeit zu Zeit aufgesucht zu haben, da ihre Heilig-thümer zerstört waren ^). Erhebende Psalmen mit Begleitung vonSaitenspiel und Gesang aus dem Munde der Leviten machten dieseszum ersten Male in Zahl und Gemeinschaft des Volkes und mitwilligem Sinne begangene Fest ganz besonders feierlich^). Ein Psalm,welcher dabei gesungen wurde, scheint sich noch erhalten zu haben.Der Chor der levitischen Sänger forderte die Ahroniden auf, an diesemFeste den Gott Jakob's zu preisen, erinnerte an die Bedrückung unddie Befreiung aus Aegypten und an die Offenbarung am Sinai, knüpftedaran die Mahnung, von den fremden Göttern endlich ganz und garabzustehen, spielte auf die Verbannung eines Volkstheiles an undverhieß glückliche Tage für die Nachachtung des sinaitischen Gesetzes.Preiset Gott, unsere Macht,

Jauchzet dem Gott Jakob's,

Erhebet Gesang und lasset tönen die Pauke,

Die liebliche Harfe sammt der Laute!

Stoßet in diesem Monat in die Posaune,

Am Vollmond für den Tag unseres Festes.

Denn ein Gesetz ist es für Israel,

Eine Satzung von Jakob's Gott,

Als Mahnung hat er es eingesetzt in (Juda und) Joseph,

Als er gegen das Land Aegypten auszog.

*) Folgt aus de» Schlußworten das. 23, 20 ovn.

-) Könige das. 23, 24.

°) Folgt aus Jeremia 41, 5 und Esra 4, 2.

Könige das. 23, 22-23; Chronik II, 35, 15. 17-19.