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Geschichte der Juden.
Jugend und noch nicht anerkannten Bewährtheit übergangen, aber auchder Prophet Zephanja wurde aus unbekannten Gründen nicht befragt.Diese Frau, an die sich der König gewendet hatte, war die ProphetinHulda, Gattin eines königlichen Beamten, des GewänderaufsehersSchallum, aus einer alten Familie. Sie ließ den König durch seineAbgesandten beruhigen, daß das verkündete Unglück über Volk und Könignicht in seinen Tagen hereiubrecheu werde, weil er den Schmerz derReue empfunden. Nur dürfe es nicht bei der Reue bleiben, sonderner solle zur That schreiten und alle Gräuel des Götzendienstes undalle Laster und Ungerechtigkeiten aufhören machen.
Beruhigt über das Geschick des Volkes während seiner Regierungbetrieb der König Josia die Verbesserung der Sitten und Zuständemit außerordentlichem Eifer. Dabei nahm er das aufgefundene Gesetz-buch zur Richtschnur und verfuhr noch viel strenger und gründlicherals Chiskija mit der Aufräumung des Götzenthums. Er berief zunächstin den Tempel die Aeltesten des Volkes aus der Hauptstadt und vomLande und auch das ganze Volk der Hauptstadt, Priester und Propheten,selbst die niedriggestellten Holzhauer und Wasserschöpfer des Tempels,und ließ vor Allem den Inhalt des aufgefundenen Gesetzbuches ver-lesen. Er selbst stand während der Vorlesung auf einer Säulenkanzel,welche im Tempel für die Könige angebracht war. Zum ersten Malewurde das ganze Volk Juda mit seinen Verbindlichkeiten, seinen Er-wartungen und Aussichten bei Befolgung oder Mißachtung seiner Gesetzebekannt gemacht. Der König schlug vor, ein förmliches Bündniß zuschließen, daß sämmtliche Anwesende sich verpflichten mögen, alle diesevernommenen Gesetze und Vorschriften mit ganzem Herzen und ganzerSeele zu erfüllen ^). Die Förmlichkeit des Bündnisses bestand wohldarin, daß ein junges Rind in Stücke zerlegt wurde, durch welche derKönig, die Großen und Priester hindurchschritten. Dabei wurden dieWorte laut gerufen: „Verflucht derjenige, welcher die Worte diesesBündnisses übertreten sollte." Sämmtliche Anwesende riefen dabei:„Amen"!2). Der König beauftragte darauf den Hohenpriester Chilkija,den Priester zweiten Ranges, welcher die Ordnung im Tempel zuüberwachen hattet, und die levitischen Thorwärter des Tempels, ihn
1) Könige. II, 23, 1 fg. 2 ) Folgt aus Ieremia 34, 18 sg. und das. II, 2—5.
2) Kön. das. 23. 4. Statt muß wohl gelesen werden pr
wie Könige II 25,18, Jerem. 52, 24 sSo auch Benzinger zu II Kön. 23, 4.j. Derdas. erwähnte pir .1222 ist ohne Zweifel derselbe, welcher Ieremia 29,
26. 29 genannt wird pnrn 7,^2 12 ,- 0 : 22 . Dieser war an die Stelle seinesVorgängers Jojada eingesetzt '.n i>p 2 nrnb (I,XX 8inK. co-iarar--?), alsohatte der Ev p-w die Aufsicht über den Tempel wie später der rron a.ioder roö lepoö.