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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

und Leviten bei Sichem Segen und Glück über diejenigen verkünden,welche diese Lehre befolgen, und Flüche und Unglück über diejenigenherabbeschwören, welche sie übertreten würden. Ter Segen soll vomBerge Gerisim und der Fluch vom Berge Ebal aus gesprochen werden.Die zwölf Stämme sollen sich derart theilen, daß sechs für den Segendem Berg Gerisim und die übrigen sechs für den Fluch dem Ebalzugewendet sein sollten ^). Flüche sollen über zwölferlei Uebertuetungenausgesprochen werden, und diese betreffen lediglich die Verkennung derreinen Gotteslehre und Nichtachtung der Gesetze der Gerechtigkeit, derMilde und der Keuschheit.

Verflucht der Mann, welcher heimlich ein Bildniß, den GräuelJhwh's, das Werk eines Künstlers machen und im Geheimen aufstellenwird. Verflucht, wer Vater und Mutter gcriugschätzt, wer die Grenzeseines Nachbars verrückt, wer einen Blinden auf dem Wege irre leitet,wer Unzucht mit seiner Schwester, Stiefmutter oder thierische Geilheittreibt, wer seinen Nächsten heimlich erschlägt, verflucht der Richter, derdas Recht des Fremdlings, der Wittwe und der Waise beugt, derheimlich Bestechung nimmt, um einen Unschuldigen zu verurtheilen,verflucht, wer nicht die Bestimmung dieser Lehre erfüllt."

Mose habe vorausgesehen, erzählt das Buch ferner, daß trotzseiner Warnungen und Ermahnungen das Volk die Lehre dennoch über-treten werde, und in Folge dessen werdeam Ende der Tage" großesUnglück über dasselbe Hereinbrechen. Das Volk werde aber die Wirkungdes Ungehorsams verkennen und die Schuld seinem Gotte aufbürdcn-In dieser Voraussicht habe er ein Lied vorgetragen und befohlen, esauswendig zu lernen. In diesem Liede ist ausgesprochen, daß dasVolk in Folge glücklicher Tage ausschreiten und sich Ungöttern, welcheseine Vorfahren nicht gekannt, zuwenden, und daß ein verworfenesVolk, ein Unvolk, es züchtigen werde. Dann werde es zur Einsichtgelangen, da seine selbstgewählten Götter ihm nicht helfen werden,daß Gott allein, der es so wunderbar geleitet und mit Glück überhäufthabe, tvdte und lebendig mache, verwunde und heile, und daß er csrächen und den befleckten Boden seines Landes sühnen werde ^).

Erschütternd ist die in dieser Rolle enthaltene Strafandrohung^),für Nichtbeachtung der Gesetze. Sie reißt den Schleier von der ver-hüllenden Zukunft weg, und zeigt die grauenhaften Schrecknisse, welchedas Volk und seinen König erwarten, wenn sie auf dem bisherigen

*) Jbn Esra bemerkt richtig, daß diese 12 Flüche (Das. 27, 15 fg.) gegenheimliche, nicht zur Cognition gelangende Uebertretungen ausgesprochen sind.

-') Deut. 51, 1422, 2930; 32, 144.

-fl Das. 28, 15 fg.