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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Das Deuteronomium.

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Die Leviten sollen besonders darüber wachen Beim Uebergang überden Jordan sollen diese Gesetze auf überkalkte Steine geschrieben unddiese am Berge Ebal bei Sichern aufgestellt werden-). In jedemsiebenten Jahre, beim Ansgang des Erlaßjahres soll dieses Gesetz demganzen zum Hüttenfeste versammelten Volke, den Männern, Frauen,Kindern und Fremdlingen vorgelesen werden, damit sie sämmtlich lernensollen, den Herrn zu verehren und zu lieben und diese Gesetze zubefolgen 2). Jeder König in Israel soll bei seiner Thronbesteigungsich eine Abschrift dieses Gesetzes anfertigen lassen, es soll stets inseiner Nähe bleiben, und er soll stets darin lesen^).

Mit Recht wird dieses aufgefundene Gesetzbuch, der letzte Ausflußder sinaitischen Lehre, als etwas Hohes und Seltenes gerühmt. DieVeröffentlichung desselben bildet einen Wendepunkt nicht bloß in derGeschichte des israelitischen Volkes, sondern auch in der aller Cultur-völker. Der Inhalt dieser Gesetze, die Form, in die sie gekleidet sind,die herzliche, väterliche Sprache, die darin herrscht, die Vorschrift, daßsie zu gewissen Zeiten vorgelesen und dem ganzen Volke, auch denFrauen und Fremdlingen, bekannt gemacht werden sollten, Alles daswurde von tief eingreifender Bedeutung. Giebt es noch eine solcheLehre, welche von hocherhabener und lauterer Gotteserkenntniß undvon idealer Sittlichkeit erfüllt wäre? Und diese Lehre sollte nicht ineinem engen Kreise verbleiben, sondern Gemeingut des ganzen Volkesund auch der ihm zugeneigten Fremdlinge werden. Wiewohl sie auchmanche Bestimmungen enthält, welche sich auf Tempel, Opfer, öffentlicheReinheit und Riten beziehen, so legt sie doch auf Gerechtigkeit, Milde,Sittlichkeit und Keuschheit und ganz besonders auf innerliche Frömmig-keit das größte Gewicht. Beim Einzug in das Land sollten die Priester

1) Deut. 31, 2526.

2) Das. 27. 28. Josua 8, 32.

°) Das. 3l, 1013.

4) Es ist nicht zu verkennen, daß der Auswahl der Stämme für Segen undFluch Deuteron. 27, 1213 eine Absicht zu Grunde liegt. Für den Fluch sindausgezeichnet die jenseitigen zwei Stämme Rsuben und Gad und disallernördlichsten Stämme Ascher, Sebulon, Naphtali und auch Dan,worunter die nördlichen Daniten am Fuße des Hermon in der Stadt Dan undUmgegend zu verstehen sind. Diese wohnten inmitten der heidnischen Völker,nahmen ihre götzendienerischen und unsittlichen Gebräuche an und verloren sichunter den benachbarten Moabitern, Ammonitern oder Kanaanitern. Als Stämmedes Segens werden bezeichnet: Simon, Levi, Juda, Jsaschar, Joseph(nämlich Ephraim und Manasse) und endlich Benjamin. Es sind die diesseitigenStämme, welche die Mitte und den Süden bewohnten und nicht Nachbarn derheidnischen Völker waren, lieber die Stellung, welche die Stämme einnehmenlollten, vergl. Josua 8, 33.