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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Das deuteronomische Gesetzbuch.

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Diese hohe Erkenntniß und diese gehobene Gesinnung sollen sichdurch Betätigung von Gesetzesvorschriften verwirklichen. Die Gesetzebilden den Mittelpunkt des deuteronomischen Buches. Vor Allem dringtes auf Beseitigung und vollständige Vertilgung des Götzenthums undalles dessen, was damit zusammenhängt; es führt zum Bewußtsein, daßdieses nicht bloß verwerflich, sondern auch albern und kindisch sei. Esschickt daher die Lehre von der Erhabenheit Gottes voraus, daß er keineGestalt haben könne, und daß er, selbst als er sich am Horeb dem ganzenVolke offenbart hat, in keinerlei Gestalt sich versichtbart habe, sondernnur eine Stimme habe vernehmen lassen Z. Wie ungereimt erscheint esdaher, von Gott sich ein Bild zu machen, eine männliche oder weiblicheGestalt nach Art der Phönicier oder gar sich die Gottheit untereiner Thiergestalt vorzustellen nach Art der Aegypter und selbstdie Gestirne des Himmels als göttliche Wesen anzubeten nach Artder Assyrer und Babylonier? *) Diese falsche Vorstellung von After-gottheiten führe zu den empörendsten Frevelthaten; die Verehrer dieserGötzen verbrennen sogar ihre Söhne und Töchter zu Ehren und zurVersöhnung derselbe» ^). Das deuteronomische Gesetz warnt nachdrücklichvor dieser gräulichen Verirrung, hebt hervor, daß sie Gott ein Gräuelsei, und daß es eine Fälschung sei, Kinderopfer als gesetzliche Vorschriftanzudichten:Ihr sollt zum Gesetze nichts Hinzuthun und nichts

davon abnehmcn" ^). Da das Götzenthum jeder Art ein Hohn aufden Gott Israels ist, so Prägt das Gesetz ein, alle Stätten für Götzen-cultus zu beseitigen, Altäre, Spitzsäulen, heilige Bäume, Bildnisse vonHolz und Silber zu zerstören ^). Weiter verfügt das Gesetz, daß einProphet oder Träumer, welcher die Menge zum Götzendienst verführensollte, selbst wenn er ein Zeichen gäbe und Etwas voraus verkündete,das eingetroffen ist, mit dem Tode bestraft werden sollte,weil er vondem Gott Israels abwendig machen wollte". Dieselbe Strafe sollteauch die nächsten Verwandten oder Herzensfreunde treffen, welche zurBetheiligung am Dienste fremder Götter näherer oder fernerer Völkerüberreden sollten. Ohne Schonung sollten solche Verführer dem Todedurch Steinigung überliefert werden Eine Stadt, deren Bevölkerung

*) Deut. 4, 1215.

2) Das. V. 1619.

°) Das. 12, 31.

Das. 13, 1. Dieses bezieht sich entschieden auf den vorhergehenden Versvon Kinderopfern, ebenso 4, 2 mit dem Nachsatze von der Geschichte bei Baal-Peor.

ö) Damit beginnt diese Gesetzessammlung 12, 1 fg. Es ist aber auch anandern Stellen darauf Bezug genommen 7, 5. 25.

°) Das. 13, 2 fg.