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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

gleich einen drohenden Finger zu zeigen,du sollst oder sollst nicht,oder du unterliegst einer strengen Strafe". So spricht die unter Josiaaufgefundene Gesetzgebung man nennt sie die deuteronomischenichts. Sie ermahnt, warnt und bittet förmlich, dieses zu thun undjenes zu lassen, sie droht nicht, sondern weist auf die unheilvollenFolgen der Uebertretung hin. Sie redet die Sprache eines liebevollenVaters, welcher seinem Sohne große Ziele steckt und ihn warnt, nichtdurch eigene Schuld seine große Zukunft zu verscherzen und dadurchin Verachtung und Schmach zu gerathen. Ein angenehm fächelnderHauch weht aus dem deuteronomischen Gesetzbuche. Die Gebote(Nitrat), Satzungen (Obuststmi), und Bestimmungen (iVlisohpatim)sind mit geschichtlichen Erinnerungen und herzlichen Ermahnungen inerhebender poetischer Sprache wie mit Blumengewinden umschlossen.

Bei der Vergegenwärtigung der älteren Geschichte führt dasdeuteronomische Gesetzbuch den Faden der Geschichte nicht der Zeitreihenach vor, sondern wählt außer der Ordnung solche Begebenheitenheraus, welche zur Bekräftigung wichtiger Lehren als thatsächlicheBeweismittel dienen sollen. An die Erinnerung an solche wichtigeVorgänge in dem Leben des israelitischen Volkes knüpft es Ermahnungoder Warnung an; die Geschichte der Vorzeit soll die Lehrerin desspätgeborenen Geschlechtes sein. Vier Gedanken will das deuteronomischeGesetzbuch ganz besonders eingeprägt wissen: die Erhabenheit Gottes,die Berufsgröße des israelitischen Volkes, den tiefen Stand des lebendenGeschlechtes unter seinem Berufe und endlich die Vergegenwärtigungder Folgen dieses ungelösten Gegensatzes. Den Gott Israels stelltes dar als hocherhabeu über alle Wesen, der mit den von den Völkernals Gottheit verehrten Wesen keinen Vergleich zulasse:Dir ist augen-scheinlich gezeigt worden, daß Jhwh allein Gott ist im Himmel obenund auf Erden unten, es giebt sonst keinen" st. Auf die Einzigkeitund Ausschließlichkeit dieses Gottes legt das deuteronomische Buch einbesonderes Gewicht.Höre Israel, Jhwh ist unser Gott, Jhwh ist einzigst.Dieser Gott hat Israel mit besonderer Fürsorge in vergangenen Zeitengeleitet,wie ein Vater seinen Sohn trägt"st.

Wie ein Adler überwacht sein Nest,

Schwebt über seine Jungen,

st ßDaß unter Josia nur das Deuteronomium ausgefunden worden sei,ist weder erwiesen, noch erweisbar, vgl. Th. A. Fischer, I-sx lilosaies. (Güters-loh, 1898) S. 399 ff., Schall, Ed., Die Staatsverfassung der Juden auf Grunddes Alten Testamentes (Leipzig 1896, 8) S. 47 ff.sst Deuteronomium 4, 35. 39; 3, 24.st Das. 6, 4.st Das. I, 31.