Der Prophet Jeremia.
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er nicht in Räthseln, deutete nicht künstliche Anspielungen an, sondernnannte die Dinge beim rechten Namen.
Diese sonnenhafte Prophetenseele halte von der ersten empfangenenAnregung an in Josia's dreizehntem Regierungsjahr (626), ein Jahrnachdem sich dieser König ein wenig aus der trägen Gewohnheit anf-gerafft hatte, die schwere Aufgabe, fast ein halbes Jahrhundert hindurchdas verirrte Volk auf den rechten Weg zurückzuführen. Sobald derAuftrag an Jeremia herangetreten war, ohne Menschenfurcht zu sprechen,schwand auch seine Schüchternheit und Weichheit. Er schilverte selbstdie Empfindungen, welche der prophetische Geist in ihm hervorgerufenhatte. Es glühte in ihm wie Feuer und hämmerte in ihm wie miteiner eisernen Keule, welche Felsen zerschmettert st. „Es war aber inmeinem Innern wie loderndes Feuer eiugeschlosseu, ich strengte michan, es zu ertragen, vermochte es aber nicht" st. Seine erste Rede gegenden Abfall des Volkes von seinem eigenen Ursprung, gegen das götzen-dienerische Unwesen und gegen die unsittlichen Gräuelthaten ist vonhinreißender Kraft: „Höret Jhwh's Wort, Haus Jakob's und alle
Geschlechter des Hauses Israel! So spricht Gott: „„Was für Unrechthaben eure Vorfahren an mir gefunden, daß sie mich von mir hinwegentfernten und dem Nichtigen nachwandelken und selbst nichtig wurden?Sie sprachen nicht: „wo ist Gott, der uns aus Aegypten befreit, unsdurch die Wüste geführt, durch ein Land der Steppe und Oede, durchein Land der Dürre und Düsterheit, durch ein Land, welches Niemanddurchwanderte und kein Mensch bewohnte?" Ich brachte euch in einLand von Fruchtgefilden, um dessen Fett und Gut zu zehren, dakommt ihr hinein und verunreiniget mein Land, und mein Erbe machtihr zum Abscheu. Die Priester sprachen nicht: „wo bleibt Jhwh", unddie Inhaber der Belehrung kennen mich nicht, die Hirten Weichen vonmir, die Propheten prophezeiten durch Baal und gehen den nichts-nutzigen (Götzen) nach .... Zieht zu den Eilanden der Cyprier undsehet euch um, sendet nach Kedar und merkt wohl auf und sehet zu:Ist je so Etwas geschehen? Hat ein Volk seine Götter vertauscht?Und sie sind doch Ungötter! Mein Volk hat aber meine Hoheit durchNichtsnutziges vertauscht .... Zwei Uebel hat mein Volk gethan,mich, die Quelle lebendigen Wassers, haben sie verlassen, sich zerbröckelndeCisternen zu graben, die das Wasser nicht halten. Ist Israel einKnecht oder ein hausgeborener Sklave? Warum ist es zur Verachtunggeworden, daß junge Löwen es anbrüllen und sein Land zur Wüste
st Jeremia 23, 29.
st Das. 20, 9.