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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Einwanderung der Samaritaner. Rückkehr und Tod Manasse's. 257

babylonischen Gebiete gehörig und aus Chamath in Syrien, nachdem Gebiete von Samaria verpflanzt haben. Dieses Ereigniß, dasfür den Augenblick für Juda bedeutungslos war, sollte in der Zukunftfolgenreich werden. Diese Exulanten, welche von der HauptbevölkerungChuthäer" und von ihrem AufenthalteSamaritaner" genannt wurden,nahmen allmählich israelitische Gebräuche an, vermuthlich von demkleinen Rest der Israeliten, welcher nach dem Untergange des Zehn-stämmereiches noch zurückgeblieben war. Die Chuthäer wallfahrtetennach der geheiligten Stätte von Bethel, wo noch israelitische Priesterden Dienst verrichteten. Man erzählte sich später, die Fremden imSamaritanischen, von Löwen augefalleu, die sich während der Ver-ödung des Landes angesammelt, hätten von einem assyrischen Königsich einen israelitischen Oberpriester ausgebeten, weil sie den Anfallder wilden Thiere dem Zorne des Landesgottes zugeschrieben hätten.Der König hätte ihren Wunsch befriedigt und ihnen einen Oberpriestergesandt, der seinen Sitz in Bethel beim alten Tempel Jerobeam's ein-genommen habe. Die Chuthäer fuhren aber dabei fort, ihre Götzenzu verehren, einige unter ihnen Menschen zu opfern, und wurdensolchergestalt Halbisraeliten '). Assarhaddon unterwarf darauf ganzAegypten, setzte eigene Befehlshaber über das Nilland und brachteSiegeszeichen, darunter auch steinerne Ungethüme der Sphinxe, nachAssyrien. Auf dem Rückzuge des assyrischen Königs, während erschlimme Pläne für Juda ausgedacht zu haben scheint, scheiterten dieSchiffe in Folge eines heftigen Sturmwindes in der Nähe der judäischenKüste, und das Volk entging dadurch der Gefahr, der Heimai entrissenund nach den assyrischen Ländern verbannt zu werden. Die frommenSänger erkannten in dieser Errettung ein neues Zeichen der göttlichenFürsorge für seine heilige Stadt und seinen heiligen Berg und besangensie in einem schwungvollen Psalm 2). Manasse selbst wurde, wieerzählt wird, aus der Gefangenschaft entlassen und nach seiner Heimathzurückgesendet von Assarhaddon oder seinem Nachfolger. Gebessertkehrte er wohl nicht zurück. Der Götzendienst und die durch Unsittlich-keit und grausame Verfolguugssucht herbeigeführten Zustände dauertenbis an sein Lebensende ^). Als er starb (641), wurde er nicht wieseine Vorgänger in der Davidsstadt, sondern in dem Garten bei demKönigspalaste, in der Unterstadt Millü, im Garten Uzza begraben^),

h Könige II, 17, 24 sg. Esra 4, 12. Vgl. Monatsschr. das. 540 fg.;aus Könige das. 23, 1920 folgt übrigens, daß noch in Josia's Zeit israeli-tische Priester in Bethel waren.

2) Monatsschr. das. 540 fg. 546 fg.

Das. 540 fg. -l) Könige II, 21, 18 fg., auch für das Folgende.

Graetz, Geschichte der Juden. II. I. 17