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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Die Spruchdichtung.

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Auf Salomo folgten andere Könige, meist böse, welche von Launenbeherrscht waren und ihrem Zorne keine Schranken setzten. Auch ihrVerhalten hat die Spruchsammlung erhalten.

Wie des jungen Löwen Brüllen, so des Königs Schreck,

Wer ihn reizt, fehlt gegen sein eigen Lebens.

Ein brüllender Löwe und ein gieriger Bär

Ist ein frevelhafter Herrscher über ein armes Volb'2).

Eine Reihe von Sprüchen ist auf das Verhalten der Frauen geprägt.Die Frau hatte im israelitischen Alterthum keineswegs eine unter-geordnete Stellung, sie war vielmehr dem Gatten ebenbürtig, sie war'seine Gehülfin und die Erhalterin des Hauses, wenn sie ihren Beruferkannte. Sie beherrschte auch den Gatten, verleidete ihm das Lebenund führte hin und wieder den Untergang des Hauses herbei, wennsie von Eigensinn, Laune, Rechthaberei beherrscht war oder sich ihrenGelüsten zügellos überließ. Die Spruchdichtung läßt überall erkennen,daß jeder Gatte nur eine einzige Frau besaß, und diese wird, je nachihrem Charakter, gelobt oder verspottet.

Ein wackres Weib ist des Mannes Krone,

Und wie Fäulniß in seinem Gebein eine Verworfene.

Die Weiseste unter den Frauen erbaut ihr Haus,

Und die Thörin zerstört es mit eigenen Händen.

Eine wackere Frau stützt dis Ehre,

Wie Fleißige stützen den Reichthum.

Haus und Gut ist das Erbe von Vätern,

Von Gott verliehen ist eine verständige Frau.

Wer ein gutes Weib gefunden,

Hat ein Gut gefunden

Und Wohlwollen erworben vor Gott.

Ein Nasenstäbchen von Gold in eines Schweines Nase,

So eine schöne Frau, der Klugheit baar.

Besser zu wohnen auf des Daches Zinne,

Als mit einem zänkischen Weibe in einem weiten Hause.

Besser zu wohnen im Lande der Wüste,

Als mit einem Weibe des Zankes in Unmuth.

Eine verscheuchende Traufe am Tage des Regenschauers (?)

Ist eine Frau des Zankes und des lärmenden Tobens;

Sie zu beschränken, hieße Wind beschränkenUnd auf Oel würde seine Rechte treffen °).

Das. 20, 2; vergl. 19, 12.

°) Das. 28, 15.

") Das. 12, 4; 14, I. II, 16. Statt ;n muß man wohl lesen 8m und, statt2 ' 2 'ix haben schon l,XX ävckgkkot 19, 14. 18, 22, der Zusatz nru-

hinter nvn ist nothwendig b,XX. II, 22, 0 x 2 kann hier nur bedeuten wie

vxu, Klugheit, Verstand, einsichtsvoller Sinn. 21, 9 (auch 25, 24); 21, 19.21, 1516; in diesem V. ist nmr-t schwerlich ein Verbum, vergl. LagardeGraetz, Geschichte der Jude». II. 1. 16