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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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Die Spruchdichtung.

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Das Liebes-Lied schließt mit dem Lob des Königs:

Rühmen will ich Deinen Namen für Geschlecht und Geschlecht,

Daß Völker Dich preisen für und für 9."

Die beiden Dichtungsarten, welche das hebräische Volksthum über-haupt als ureigenes, mit keinem anderen vergleichbares Erzeugnißgeschaffen hat, die dichterisch gegliederte prophetische Beredtsamkeit undder Psalm, haben unter Chiskija ihre Gipfelhöhe erreicht. Beredter,gedankenvoller und formgewandter als Jesaia war keiner seiner prophe-tischen Vorgänger. An Innigkeit, Erhabenheit und künstlerischer Ab-rundung kommt kein Psalm aus der chiskijanischen Zeit der Drang-sale und der Befreiung denen gleich. Auch die dritte hebräischeDichtungsart, welche zwar nicht ausschließlich das eigenste Wesen desjüdischen Volksthums offenbart, aber doch von ihm tiefer und reicheransgebaut wurde, als von den stammverwandten Völkern, fand indieser Zeit eifrige Pflege. Die Spruchdichtung wurde von denDichtern unter Chiskija nicht bloß gesammelt, sondern auch bereichert.Dieser Zweig, welcher bereits von Alters her gepflegt worden war,wurde in der nachsalomonischen Zeit noch weiter entwickelt. Mauunterschied drei Gattungen: das einfache Gleichniß (Maschal), denzugespitzten Räthselspruch (Chiddah), welcher errathen werden mußteund zu denken gab, und endlich die auf Eindruck berechnete, mehrberedte Sentenz (Melizah). Das Gleichniß sprach entweder harmlosoder drückte Hohn aus und wurde zum Spottlied ausgebildet (Sche-ninah). Indessen sind diese drei Gattungen selten rein gebrauchtworden, sondern gingen in einander über und entlehnten die Formenvon einander.

Die Sprüche in ihrer Urform sind kurz gefaßt und bestehengrößtentheils aus zwei Gliedern, die den Grundgedanken durch Wieder-holung und Abwechselung scharf hervorheben und einprägen, oder dieKehrseite erkennen lassen. Solche Kernsprüche sind mehr als ein halbesTausend überliefert und ausgezeichnet worden. Sie stammen zwar nichtsämmtlich aus einer Zeit, haben aber dasselbe Gepräge und einen gleich-artigen Charakter. Ihre größtentheils kunstvolle Anlage bezeugt, daßsie nicht etwa Volkssprüchwörter oder geflügelte Worte waren, sonderndaß sie aus einem Kreise stammen, welcher auf die schöne Form, aufKunst und Geschmack Werth legt und sie zu handhaben verstand. Eswaren Weise (6tmeimmim), welche diese verschiedenartigen Kernsprüchegeformt Habens. Wahrscheinlich gehörten auch diese Weisen, wie diePsalmisten, den Prophetenschulen an und hatten Belehrung im Auge.

st jPs. 45.j Vgl. darüber Note 8.

st S. Note 8 über die Sprüche.