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Geschichte der Juden.
So war denn Jerusalem von der Furcht vor den Assyrern befreit.Was Jesaia so nachdrücklich prophezeit hatte: Assur's Joch werde vonJuda's Schultern weichen, hatte sich buchstäblich erfüllt. Die Land-bewohner, welche theils in der Hauptstadt eingeschlossen, theils in derNachbargegend Schutz gesucht oder, in Höhlen und Klüfte geflüchtet,verborgen waren, kehrten an ihren Herd zurück und bebauten ingesicherter Ruhe das Land. Es scheint, daß Chiskija das südlicheGebiet des Zehnstämmereichs, welches nach Auflösung desselben zuAssyrien geschlagen worden war, sich nach dem Abzug der Assyrerangeeignet hat*).
Da die Furcht vor einem finstern Blick des Königs von Assyriengeschwunden war, konnten sich die Judäer, deren Gebiet zu enge war,andere Wohnplätze aufsucheu, sich dort ansiedeln und ausbreiten. Diegesteigerte Zuversicht in Folge der außerordentlichen Rettung flößteihnen kriegerischen Muth ein, nicht um ungerechte Angriffe zu machen,sondern um das Eigene zu retten. Die Philister hatten unter Achas einganzes Gebiet mit Städten an sich gerissen (o. S. 131). Chiskija mochtesie von ihnen auf friedlichem Wege zurückverlangt und sie ihm dieHerausgabe verweigert haben. Er überzog nämlich ihr Land mitKrieg und nahm es bis zur südwestlichsten Stadt desselben, bis Gaza"),ein. Doch scheint er das Philisterland nicht Judäa einverleibt, sondernlediglich die judäischen Städte wieder davon losgetrennt zu haben.In dieser Zeit wunderten simeonitische Familien aus ihrem Stamm-gebiete, wo sie von den Stammesgenossen Juda's eingeengt waren, ausund drangen bis zum Südwesten des Philisterlandes vor bis in dieGegend von Gerar, verdrängten dort die Hirtenstämme chamitischerAbkunft und eigneten sich deren Weideplätze an fl. Chiskija's Sinn
läufig wäre. Der kundige Hebraist wird die passenden Emendationen aus derUebersetzung erkennen.
fl Folgt daraus, daß Chiskija's Urenkel Josia die Götzenaltäre in Bethelsll. Könige 23, lös und anderen Städten Samaria's zerstört hat. Diese Gebietemüssen also zu dem davidischen Reiche gehört haben. Da nirgends angegebenist, daß erst Josia sie wieder annectirt hätte, so müssen sie schon vorher imBesitz von Juda gewesen sein. Josia's zweite Frau war aus .nmn oder .-wi-m,und diese Stadt, östlich von Sichern, gehörte zum Zehnstämmereich, Richter 9,41,identisch mit das. 31. Wenn die Nachricht in Chronik II, 34, 9 sicher ist,so haben sich Manassiten, Ephraimiten und andere Israeliten von den Ueber-bleibseln der Zehnstämme ebenso an den Gaben für die Restauration desTempels unter Josia betheiligt, wie Jehudäer und Benjaminiten. Sie müssenalso auch zu Juda geschlagen worden sein, und zwar nachdem die MachtAssyrien's gebrochen war.
fl Könige II, 18, 8.
fl S. Note 7.