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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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227
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Chiskija's Antwort auf das Schreiben Sancherib's. 227

Die Erwiderung auf dieses lästerliche Schreiben dictirte Jesaia.Es verachtet dich, es spottet deiner die jungfräuliche Tochter Zions,hinter dir schüttelt das Haupt die Tochter Jerusalems. Weu hast dugelästert und geschmäht, gegen wen deine Stimme erhoben und deineAugen hoch aufgeschlagen? Gegen den Heiligen Israels! Durch deineDiener hast du Jhwh gelästert und meinst:Mit der Menge meinerKriegswagen habe ich bestiegen die Höhe der Berge, die höchste Spitzedes Libanon und abgehaueu die hohen Cedern, die schönsten Cypressen.Ich habe gegraben und zum Flusse gebracht die Gewässer, und so werdeich auch mit meiner Fußsohle trocken machen alle Kanäle Aegyptens"".Hast du es nicht gehört? Vor langer Zeit veranstaltet, aus uraltenTagen habe ich's geschaffen, jetzt habe ich es herbeigeführt, daß esfeste Städte in Trümmerhaufen verwüste. Ihre ohnmächtigen Be-wohner erschraken und wurden beschämt. Dein Ruhen und Ausziehenkenne ich (spricht Gott), auch dein Aufbrausen gegen mich. Da deinAufbrausen und Toben mir zu Ohren gekommen, so werde ich einenDorn in deine Nase bringen und ein Gebiß in deine Lippen undwerde dich zurückführen den Weg, auf welchem du gekommen bist"

Chiskija's Unmuth in Folge des lästerlichen Schreibens Sancherib'sbesänftigte Jesaia durch die bestimmte Versicherung, daß nur noch imlaufenden Jahre und im folgenden die Noth bestehen werde, dannwerde wieder Fruchtbarkeit im Lande einkehren. Ja, der kleine RestJuda's werde noch zunehmen an Wurzeln unten und an Fruchtoben, und dieser werde von Jerusalem ausgehen. Sancherib aberwerde nicht einmal einen Pfeil gegen Jerusalem abdrücken, sondernauf seinem Wege zurückkehren, denn Gott werde die Stadt um seinet-willen beschützen 2).

Während der König und die Großen, welche Jesaia's Prophe-zeiungen Glauben schenkten, sich der Hoffnung Hingaben und in demAbzug der vor Jerusalem lagernden Scharen den Beginn der Ver-wirklichung sahen, trat ein Ereigniß ein, welches wieder neuen Schreckenin Jerusalem hervorbrachte. Chiskija erkrankte an einem brandigen

') Die Anrede an den König Sancherib in der zweiten Person das. V.2128 ist nur verständlich, wenn sie in einem Schreiben an denselben gerichtetworden. Man mutz sie demnach als Antwort ansehen, welche Chiskija aufSancherib's Schreiben durch Boten (Könige das. 19, 14> ertheilt hat; Jesaia hatsie dictirt.

') Das. 29 fg. ist Jesaia's Anrede und zwar an den König gerichtet. Vor nnomn ff scheint ein Vers zu fehlen, denn das folgende soll kein Zeichen sein,sondern das, was erst durch ein Zeichen bewahrheitet werden sollte. Es istdamit ausgedrückt, daß die Leiden höchstens zwei Jahre dauern würden. sAndersKlostermann zur Stelle.)

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