Micha's Rede.
221
„Die Negierung zur Tochter Jerusalems.
„Warum verzweifelst du so sehr?
„Ist kein König in deiner Milte?
„Ist dein Rathgeber untergegangen,
„Daß dich Wehen wie eine Mutter ergreifen?
„Ja, kreiße und seufze, Tochter Zions,
„Denn bald wirst du aus der Stadt ziehen„Und wohnen auf dem Felde„Und bis Babel kommen.
„Dort aber wirst du gerettet werden,
„Dort wird der Herr dich aus Feindeshand erlösen.„Jetzt sind viele Völker gegen dich versammelt,
„Sie sprechen: „Sie ist gesunken,
„So mögen sich unsere Augen an Zion weiden!"„Aber diese kennen nicht Gottes Pläne,
„Verstehen nicht seinen Rathschluß
„Das er sie sammelt wie Garben in der Tenne.
„Jetzt magst du trauern,
„Tochter, von feindlichen Heeren umgeben!„Belagerung hat er uns aufgelegt,
„Mit der Geisel schlugen sie Jsrael's Richter.
„Aber du, Bethlehem-Ephrata,
„Gering unter Juda's Familien,
„Von dir ging mir aus Einer,
„Um Herrscher in Israel zu werden.
„Und sein Ursprung ist von Alters her,
„Aus den Tagen der Vorzeit.
„In Wahrheit, er wird sie preisgeben„Bis zur Zeit, wenn eine Mutter gebiert,
„Aber seine übrigen Brüder werden zurückkehren„Sammt den Söhnen Israels.
„Er wird auftreten und sie weiden in Gottes Macht,„In der Hoheit des Namens Jhwhs, seines Gottes.
„Denn bald wird er angesehen sein bis an der Erde Grenzen.„Und dieser wird friedlich sein.
„Sollte Aschur wieder in unser Land kommen,
„Unsere Burgen betreten,
„So werden wir nur sieben Hirten aufstellen„Und acht Ackerbesitzer;
„Diese zerschmettern Assyrien mit dem Schwerte„Und das Land Nimrod mit seinen eigenen Waffen,
„Und werden von Aschur retten,
„Wenn er in unser Land kommen„Und unser Gebiet betreten sollte.
„Der Nest Jakobs wird sein in der Mitte vieler Völker.
„Wie Thau vom Herrn,
„Wie Regenfülle auf Gras,