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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
Seite
217
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Sancherib's Einfall in Inda.

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Was hast du hier,

Und wen hast du hier,

Das du dir hier ein Grab aushauest'?

Hoch haut er sich sein Grabmal aus.

Höhlt sich in einem Felsen eine Wohnung.

Der Herr wird dich schleudern wie einen BallIn ein weites Land, dort wirst du umkommen,

Dort deine Prachtwagen,

Du Schmach des Hauses deines Herrn.

So ernst war es Jesaia mit seiner Strafrede gegen Schebna,das; er seinen baldigen Sturz prophezeite und ihn wohl auch herbeiführte. Er verkündete nämlich, daß ein Glied des davidischen Hauses,Eljakim, Sohn Chilkijahu's, dessen hohe Stellung und Herrschafteinnehmen werde.

.Er wird zum Vater für Jerusalems Bewohner und Juda's Haus sein.

Ich werde die Schlüssel des Hauses David aus seine Schulter legen;Wird er öffnen, wird Niemand verschließen,

Wird er verschließen, wird Niemand öffnen.

Er wird zum Ehrenthron für seines Vaters Haus sein*).

Diese jesaianische Standrede gegen den mächtigsten Mann in Jerusalemmuß außerordentliches Aufsehen gemacht haben. Sie scheint auch denKönig Chiskija aus seinen beschaulichen Leben und seiner leidendenRolle aufgerüttelt zu haben. Denn bald darauf nahm Eljakim,Sohn Chilkijahu's, denselben Posten ein, den Schebna so lange be-hauptet hatte. Dieser neue Palastaufseher handelte wohl in Jesaia'sSinne. Chiskija scheint selbst durch ihn zur Theilnahme an denöffentlichen Vorgängen herangezogen worden zu sein. Schebna's Sturzwar eine Wendung zum Besseren.

Das Geschehene ließ sich zwar nicht mehr rückgängig machen.Der assyrische Großkönig Sancherib, voller Ingrimm über den Ab-fall Chiskija's, war bereits ans dem Zuge nach Juda, um es zu ver-wüsten. Ein Theil des Heeres, welches den Jordan überschritten hatte,zog gegen die Mitte des Landes 2 ). Alle festen Städte, die auf seinemWege lagen, wurden mit Sturm genommen und zerstört; wehklagendflohen die Einwohner der Hauptstadt zu. Denn die Assyrer schontenkein Geschlecht, kein Alter. Die Straßen waren verödet, kein Wandererzog durch das Land, der Feind achtete keinen Menschen ^). Schonschwang Sancherib seine Hand drohend gegen Jerusalems. Auchden Tapfersten entsank der Muth, als der Feind der Hauptstadt immer

*) S. Note 4.

°) Das. 10, 28 fg.

°) Das. 33, 7-8; 36, l.

*) Das. Iv, 32.