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Geschichte der Juden.
sich dem König gleich. Zu diesem Zwecke ließ er für sich, vielleichtgar in der Davidsstadt, eine Grabstätte in einem Felsen aushauenund verzieren i). Eine solche Verblendung und Ueberhebung sollteJesaia ungerügt lassen? In einer Rede, in welcher jedes Worteine zermalmende Kraft hat, hielt er dem Volke, oder viemehr denGroßen, ihr leichtsinniges Selbstvertrauen vor:
„Was ist dir denn, daß du insgesammt auf die Dächer steigest,geräuschvolle, lärmende, lustige Stadt? Deine Leichname werdennicht durch's Schwert erschlagene Kriesgefallene sein. Deine Häuptlingefliehen allesammt vor dem Bogen, alle deine Vornehmen werden alle-sammt gefesselt in die Ferne enteilen. Darum spreche ich: „„wendeteuch ab von mir, laßt mich bitterlich weinen, drängt euch nicht heran,mich über das Unglück meines armen Volkes zu trösten! Denn ei»Tag der Bestürzung, der Zertretnng, der Verwirrung vom Herrn
Zebaoth kommt über Ge-Chisajon.Deine schönsten Thäler
sind voll von Kriegswagen, und die Reiter stürmen an's Thor ....
Ihr habt gesehen, daß der Risse der Davidsstadt viele sind.
da habt ihr das Wasser des unteren Teiches eingezogen, die FamilienJerusalems habt ihr gezählt, die Häuser eingerissen, um die Mauerzu befestigen, einen Wasserbehälter habt ihr zwischen der Doppelmauergemacht für das Wasser des alten Teiches. Aber auf den, der esherbeigeführt, und der es vor langer Zeit angelegt, blicket ihr nicht..Der Herr Zebaoth hat diesen Tag verkündet zum Weinen, zur Trauer,zum Jammer und zur Buße, da ist aber Wonne und Freude, Rinderschlagen, Kleinvieh schlachten, Fleisch essen und Wein trinken! Ja essenund trinken wir, denn morgen werden wir sterben"" ?). Dann wandtesich Jesaia gegen den aufgeblasenen, übermüthigen Schebna:
Das. V. 15—16. S. Note 4.
2) Iss. 22, 1—14. P'M oder "n das sich allegorisch nicht erkläre» läßt,da Zion eine Höhe und nicht ein Thal war, kann nur einen Stadttheil Jerusa-lems bedeuten. Die Verkündigung des Strafgerichtes 2 b; 5 b—7 kann nurprophetisches Präteritum sein, zu ergänzen mmi, wie öfter. Daß dieses Kapitelzur Zeit der Kriegsrüstung gegen Sancherib und noch vor der Belagerunggesprochen wurde, geht aus demselben deutlich genug hervor und auch daraus,daß zur Zeit der Belagerung Schebna bereits durch Eljakim ersetzt war.Da von Jerusalem aus damals nicht gekämpft, sondern lediglich unterhandeltwurde, so können nicht Krieger gefallen sein, sondern die Verse sind als prophe-tische Drohung anzusehen. V. 2 zn-M: ist zweifelhaft, denn es würde voraus-
setzen, daß Jerusalem eingenommen werden sollte, was Jesaia öfter verneinthat; b,XX haben tv/von-rk?, d. h.: — V. 5, wfl und piv sind Völker-
schaften, wie otz'p. — V. 10 kann orn-w o'?L>n' nicht bedeuten „Häuser"weil es keinen Zweck hat, Häuser zu zählen, wohl aber Familien zum Be-hufs des Krieges: o-rw hat auch diese Bedeutung „Familie", Genesis 42, 19. 33.Josua 7, 14, wahrscheinlich auch Exodus 1, 21.