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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

näher rückte, der Uebermuth war in Verzagtheit umgeschlagen. AnWiderstand wurde nicht gedacht. Aber während Alle verzweifelten,blieb der Prophet Jesaia ungebeugt und richtete durch sein Wort dieEntmuthigtcn auf. Auf einem der weiten Plätze Jerusalems hielt erwieder eine jener begeisterten und formvollendeten Reden, wie sie nurihm allein entströmen konnten *):

O Aschur, Zuchtruthe meines Zornes,

In dessen Hand mein Unwille ein Stab ist,

Ich sandte ihn gegen ein schlechtes Volk,

Gegen das Volk meines Zornes,

Beute zu machen und es wie Straßenkoth zu zertreten.

Er aber meint nicht so.

Sein Herz plant nicht so,

Sondern zu vertilgen und zu vernichten nicht wenige Völker.Denn er spricht:Sind nicht alle meine Fürsten Könige?

Ist nicht wie Kharkhemisch, so Kalneh,

Nicht wie Arpad, so Chamath, wie Damaskus, so Samaria?Wie ich mit Samaria und ihren Göttern verfahren,

So werde ich an Jerusalem und ihren Göttern handeln/'

Darf sich das Beil rühmen über den Hauer,Die Säge groß thun über den Schwinger?Als wollte der Stab den Heber schwingen,Als wollte der Stock das Nicht-Holz heben!

So spricht Gott:

Fürchte nicht, mein Volk, Bewohner Zions vor Aschur!Mit der Ruthe wird er dich schlagen,

Seinen Stab über dich erheben, auf die Weise Aegyptens.Denn noch ein wenig, ein klein wenig,

So wird mein Unwille ruhen

Und mein Zorn über das Land aufhören.

An dem Tage wird seine Last von deiner Schulter,Sein Joch von deinem Halse weichen.

Heute soll er noch in Nob eintreffen,

Wird seine Hand gegen den Zionsberg schwinge».

Sieh', der Herr Zebaoth enthauptet die Krone mit Schrecken,

Die Hochstämmigen werden umgehauen,

Die Stolzen erniedrigt.

Und ein Reis sprießt auf aus Jsai's Stamms,

Und ein Schößling blüht auf aus seiner Wurzel,

Und auf ihm wird ruhen der Geist des Rathes und der Tapferkeit,Der Geist der Erkenntniß und der Gottesfurcht.

Sein Empfinden in Gottesfurcht,

's Jesaia 10, 5 fg.