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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Huldigungsgeschenke nicht mehr leistete. Auch Phönicien hörte auf,Tribut zu senden. Da sammelte Salmanassar seine Heeresgefolge undzog über den Euphrat und den Libanon zuerst gegen Phönicien. Beidieser Annäherung verflog die Hoffnung der Völkerschaften auf Frei-heit. Die phönicischen Städte ergaben sich wahrscheinlich ohne Kampf,Sidon, Akko und sogar die Hauptstadt Alt-Thrus. Der König ElulaIzog sich auf die Insel Tyrus oder Neu-Tyrus zurück und verschanztesich, um von hier aus mit Hilfe der Colonien den Widerstand fortzn-setzen. Die zu Salmanassar übergetretenen Phönicier lieferten ihmindeß sechzig Schiffe und achthundert Ruderer, mit denen er Neu-Tyrusbelagern konnte ^).

Von Akko aus näherte sich Salmanassar dem samaritanischenReiche durch die Ebene Jesreel. Auch die israelitischen Städte unter-warfen sich dem mächtigen Großköuig, oder die Einwohner flohen nachder Hauptstadt. Hosea's Muth sank nicht, er setzte den Widerstandfort, obwohl, wie es scheint, die erwartete oder verheißene Hilfe vonAegypten ausblieb. Die Hauptstadt Samaria, welche auf einem Berg-kegel lag, konnte, wenn in Vertheidigungszustand gesetzt, sich einige Zeithalten; inzwischen so mochten Hosea und die Bevölkerung Samaria'shoffen könnte ein unvorhergesehenes Ereigniß eintreten, welches Sal-manassar zum Abzug zwingen würde. Die Mauern, Thürme undZinnen Samaria's wurden daher befestigt und widerstandsfähig ge-macht; auch mit Mund- und Wasservorrath war es Wohl versehen,und alle Vorkehrungen getroffen, welche zur Vertheidigung einer be-lagerten Stadt nöthig waren. Die Assyrer hatten es indessen in derKunst, feste Städte zu belagern und zu nehmen, schon zur Meister-schaft gebracht. Sie warfen Erdwälle auf, um die Angreifer und dieMaschinen auf gleiche Höhe mit der Mauer zu bringen, errichteten be-wegliche Thürme und arbeiteten mit Sturmböcken gegen die Mauer ^).Angriff und Vertheidigung muß mit großer Erbitterung und Ausdauergeführt worden sein; denn die Belagerung Samaria's dauerte beinahedrei Jahre (vom Sommer 721 bis Sommer 719). Allein die Anstrengung,

also damals Gesandte nach Jerusalem gekommen sein, und zwar nach Achas'Tode an Chiskija. Zum Theil faßte diese Stelle zuletzt auch Movers so auf (Phö-nicier II, 1, S. 391 Note), nur daß er die Boten lediglich von Philistäa gesandtsein läßt. Er bemerkt auch mit Recht, daß V. 29 das. rm: vivv . . . . los u-vx-L nr- sich auf Assyrien bezieht und nicht etwa auf Achas.

^ Diese Thatsachen stammen aus einer phönicischen Quelle, bei JosephusAlterth. IX, 14, 2. Nach Rnffinus' llebersetzung ist der Name des assyrischenKönigs in der Quelle ausdrücklich genannt. -roöro»?

ö X.

-) Vergl. Layard, Ninive, deutsche Übersetzung, S. 377 fg.