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Geschichte der Juden.
Das gedankenlose Opferwesen, das mit Schlechtigkeit sich vertrug,bekämpfte dieser Prophet mit beißendem Spott:
„Denn Liebe verlange ich und nicht Opfer,
„Und Gotterkenntniß ist mehr denn Ganzopfer.
„Die Opfer meiner Gaben„Mögen sie als Fleisch schlachten„Und verzehren,
„Gott mag sie nicht. —
„Sie mögen nach Aegypten zurückwandern"*).
Spöttisch erinnert er das Volk an ihr Verlangen in Samuel's Zeit,das Königthum einzuführen, das als ein besonderes Heilmittel ange-priesen wurde.
„Wo ist wohl dein König,
„Daß er dir beistehe gegen alle deine Feinde?
„Wo sind deine Richter, von denen du einst gesprochen:
„Gieb uns einen König und Richter""?
„Ich gab dir Könige in meinem Zorne„Und nehme sie in meinem Unwillen"^),
Indessen wenn dieser Prophet deutlicher und bestimmter denUntergang des samaritanischen Reiches prophezeite, so verkündete erdoch den Fortbestand des Volkes, wenn es seinen Wandel anfgegebenhaben und reuig zu Gott zurückgekehrt sein werde.
„Verwüstet wird Samaria werden,
„Weil es abgefallen von seinem Gotte,
„Durch Schwert werden sie fallen,
„Ihre Kinder werden zerschmettert,
„Ihre Schwängern aufgeschlitzt werden.
„So wende dich zu deinem Gott, o Israel,
„Denn du bist ja gestrauchelt durch deine Schuld.
„Nehmet mit euch Worte,
„Und kehret zu Gott zurück, sprechet:
„„Wir wollen die Opferthiere mit unfern Lippen ersetzen,
„„Aschur soll uns nicht helfen,
„„Auf Rossen wollen wir nicht reiten
„„Und nicht mehr wollen wir unser Händewerk Gott nennen,„„(Nur dich), von dem die Waise geliebt wird".
„Ihre Rückfälle will ich heilen,
„Sie überströmend lieben,
„Denn mein Unwille weicht von mir.
„Ich werde für Israel gleich Thau sein,
„Aufblühen wird es, wie die Lilie,
„Und Wurzel schlagen wie der Libanon".
*) Das. 6, 6; 8, 13.2) Das. 13, 10.