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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

brechen noch mehr überhand, jedes Schamgefühl war erstickt. Meineidund Lug, Mord und Diebstahl und Ehebruch waren im Lande > ver-breitet, und das Blut unschuldig Ermordeter floß zusammen Z. Dievornehmen Geschlechter verbanden sich zu einem Raubritterthum,lauerten den Wanderern und Karavanen auf, nahmen ihnen die Baar-schaft und das Leben dazu. Die hochragenden Berge, der Garizimbei Sichem in der Mitte, der Thabor im Norden und der Mizpahjenseits auf dem Gileadgebirge, dienten diesen Raubrittern als Lauer-stätten, von wo aus sie ihre Nachstellungen, Räubereien und Mordan-schläge vorbereiteten und ansführten -). Diese um sich greifenden innerenSchäden haben die von außen drohende Gefahr nur noch vergrößert.Seitdem Phul sich in die Libanonhändel eingemischt und Tiglat-Pileserdem aramäischen Reich ein Ende gemacht hatte, war ein blutigerKampf zwischen den beiden Großstaaten am Tigris und Nil unver-meidlich. Assyrien und Aegypten beobachteten einander argwöhnischund suchten, ehe das Waffenspiel begann, sich durch Züge und Gegen-züge dazu vorzubereiten, durch Anziehung von Bundesgenossen sichzu stärken und den Feind zu schwächen. Das Reich Israel warVasallenstaat von Assyrien geworden und mußte jährlich Tributzahlen und sich noch andere Demüthigungen gefallen lassen. Assyrienverfuhr nicht schonend mit den unterjochten Völkern^). Offen diesesJoch abzuschütteln, wäre Tollkühnheit gewesen. Aber die, welche ander Spitze der Regierung in Samaria standen, unterhielten heimlicheUnterhandlungen mit Aegypten, sei es aus eigenem Antrieb oder vondem äthiopischen König gelockt, das Unterthänigkeitsverhältniß gegenAssyrien anfzulösen. Um die Annäherung an Aegypten zu verdecken,schmeichelten die israelitischen Machthaber dem assyrischen Könige, über-boten sich an Huldigungen und Unterwürfigkeit und buhlten um seineGunst durch reiche Geschenke. Die Nothlage und die Furcht, zwischenden beiden Großstaaten zermalmt zu werden, machte Israel doppel-gängig und falsch. Ein zeitgenössischer Prophet ironisirte diese falscheRolle, welche Samaria spielte:

Ephraim läuft Wind nachUnd verfolgt den Sturm.

Den ganzen Tag mehrt es Lug und Trug.

U Hosea 4, 2. I-XX haben den Zusatz ent rH?

-) Das. 5, 1. MSN "7p NLNSS nvs, NS2U°7 SN>'N ns 's; das. 6, 8. 9 N'S? SPS-N2SL> INVN' -;nn llvns ISN S'11-U V'N 'SNS1 nspp 's>ps. das. 12, 7. Unter

nxsz ist spb) ns-v oder Np"» nmn zu verstehen. Vergl. I, S. 44ö fg. Da Sichemdeutlich als Raubnest genannt wird, so muß man wohl auch das. 5, 2 stattll'eie' N 2 NLN lesen da das Wort nun«, durchaus keinen Sinn giebt.

Vergl. Jesaia 10, 5 fg.; Nahum 3, 19.