Die Erzählung von Bileam.
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Wanderungen der Israeliten in der Wüste aufgezählt. Das LandEdom haben sie umgangen, um nicht mit dem Brudervolke Krieg zuführen, da dieses den freiwilligen Durchzug nicht gestatten mochte. Aufdem Umwege starb Ahron nahe dem Berge Hör, ohne das Land zusehen, und die Thora fügt hinzu, daß er, trotz der Unzufriedenheit derRotte Kora's mit ihm, so beliebt war, daß die ganze Gemeinde umfeinen Tod einen ganzen Monat weinte'). Müde des Umherwanderns,wurde das Volk abermals unzufrieden und wurde durch den Bißgiftiger Schlangen gestraft. Indessen hatte es sich schon so viel gegenfrüher gebessert, daß es seine Unzufriedenheit bereute. Zur Abwendungdes Todes durch Schlangenbisse hat Mose, wie die Thora erzählt, eineeherne Schlange, wahrscheinlich in der erzreichen Gegend von Phunonanfertigen lassen; durch den Aufblick zu derselben seien die Gebissenengeheilt worden 2).
Ausführlicher als die letzte Wanderung, die Kriege mit Sichonund Og und die Besitznahme des jenseitigen Landes, erzählt die Thoradie Geschichte von Bileam, wie er, berufen, dem Volke zu fluchen, esgegen seinen Willen segnen mußte. Der heidnische Zauberer mußteselbst die Größe und die Unvertilgbarkeit des israelitischen Volkes an-erkennen. Ueberwältigt von einer höheren Macht, zur Erde liegend,sprach Bileam in wohlgesetzten Versen diese Gedanken in verschiedenenWendungen aus und verkündete, wie Israel seine feindlichen Nachbarnunterwerfen werde. Noch weiter die Zukunft enthüllend, sah er, wieAschur siegreich Vordringen, aber von einem andern Volke gedemüthigtwerden werde, und auch dieses Volk werde dem Untergange geweihtsein 2). Weiter erzählt die Thora, wie die Israeliten in Baal-Peordurch ihre Theiluahme an den götzendienerischen Festen zur Unzuchtverleitet wurden, und wie dadurch 24,000 durch eine Pest umgekommensind. Die weitere Verheerung der Pest hat Pinehas, Sohn Eleasarsdes Sohnes Ahrons, abgewandt, indem er über die offen betriebeneSchamlosigkeit eines simeonitischen Stammesfürsten mit seiner Buhlerindie gebührende Strafe verhängte. Wegen seines Muthes und seinesEifers ist Pinehas' Nachkommen (dem Hause Eleasar) die ewige Priester-
') Das. V. 22 sg.
') Das. 21, 4 fg. Der Vorfall von den Schlangenbissen und der ehernen
Schlange scheint nach uns gesetzt zu sein. Denn V. 10 heißt an -i>'vn,
das. 33, 43 wird die Station avn nach inw verzeichnet. In Phunon warenMetallminen B. I, S. 51 Anm.
b) Die letzten Verse in der Rede Bileam's 24, 21 sg. sind höchst dunkel, derSinn ist aber unverkennbar, daß die erobernden Völker nach und nach demUntergange verfallen werden.