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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Jakobs Rückkehr i» die Heimath.

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den Herdenreichthum, den Jakob erlangt hatte. Daher beschloß Jakob,durch ein Traumgesicht dazu ermuthigt, sich von seinem Schwiegervaterzu trennen, zog aber seine beiden Frauen zu Rathe, um nicht gegenihren Willen zu handeln. Da auch sie zustimmten und sich beklagten,daß ihr Vater sie verkauft habe, sie wie Fremde behandle und sie umihr Vermögen für ihre Kinder bringen möchte, verließ Jakob heimlichLaban's Haus und führte seine Weiber und Kinder, Sklaven undHerden mit sich. Drei Tage später erfährt es Laban, setzt ihm nachund hegt die schlimmsten Absichten gegen Jakob's Leben; aber durch einTraumbild wird er gewarnt, Jakob Böses zuzufügen. Die Unterredungzwischen Beiden bei ihrem Zusammentreffen am Berge Gilead ist einMuster eindrucksvoller Beredtsamkeit. Jakob erscheint darin in derganzen Größe seiner Ehrenhaftigkeit, Pflichttreue und Gewissenhaftig-keit. Zuletzt ist Laban genöthigt, ein Freundschaftsbündniß und einenVertrag mit ihm zu schließen, daß sie einander nicht mit Krieg über-ziehen sollten. Ein Denkmal am Gebirge Gilead sollte die Grenzezwischen Jakob und den Aramäern bilden.

Jakob war von der drohenden Gefahr befreit und konnte weiter-ziehen, um über den Jordan zu setzen und das Land Kanaan wieder-zusehen. Ehe er aber diese kurze Strecke zurücklegen konnte, erfüllteeine Sorge sein Gemüth. Friedliebend, wie er war, gedachte er sichmit seinem Bruder Esau auszusöhnen, ehe er in die Heimath einzog;es fiel ihm nicht einmal schwer, ihm als Familienhaupt zu huldigen *),um den Zwist aus ihrer Jugendzeit vergessen zu machen. Da brachtenihm die Boten, die er an Esau vorausgeschickt hatte, die erschreckendeNachricht, daß dieser mit vierhundert Mann ihm entgegenzöge. Jakobwar auf das Schlimmste gefaßt und fand nur im Gebete Trost. Jeden-falls aber sandte er Huldigungsgeschenke von seinen Herden undSklaven voraus, um auch thatsächlich seine Unterordnung unter Esauzu erkennen zu geben. Er zog indessen weiter, führte seine Weiber undKinder durch die seichte und nicht tiefe Stelle des in seinem Oberlaufin einer Schlucht fließenden Jabbok und als er allein zurückgebliebenwar, überfiel ihn ein Mann und rang mit ihm bis zum Morgen-grauen, um ihm das Leben zu nehmen. Jakob unterlag aber nicht,nur eine Hüfte wurde ihm verrenkt, und er hinkte seitdem. Es sollteein Merkzeichen für ihn sein, daß er im Kampf mit Mächten undMenschen stets siegen werde und sollte ihm Muth bei seiner Begegnungmit Esau einflößen ?). Von diesem Kampfe erhielt Jakob einen höheren

fl Das. 32, 4 sg.

fl S. Note 6.