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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

burt an ausgebildet, stark, roth und voll mit Haaren und entwickeltesich zum wilden Jäger, der im Zelte keine Ruhe hatte, sondern stetsin's Feld hinaus stürmte, um mit dem Wilde zu ringen. Der schein-bar jüngere, Jakob, dagegen war harmlos und zog das Zeltenleben vor.Die Neigung der Eltern für das Zwillingspaar war verschieden. Derschwächliche Isaak bevorzugte den starken, wilden Esau, die Mutteraber wandte ihre Vorliebe dem schwächeren, sinnigen Jakob zu. Sollteder Wilde etwa Erbe der Verheißung werden? Er selbst hatte keinenSinn dafür und verkaufte in einem Augenblick der Ermattung vonder Jagd um ein Gericht Linsen die ihm scheinbar anhaftende Erst-geburt: er verachtete sie. Esau hatte so wenig Sinn für die Ver-heißung an Abraham und für die Reinheit der Familie, daß er keinBedenken trug, aus kanaanitischen Familien und sogar im Anfangzwei chittitische Frauen zu heirathen. Und doch wollte Isaak diesemweltlichen, wilden Sohn wegen seiner scheinbaren Erstgeburt die Seg-nungen zuwenden und ihn zum Herrn über den Jüngeren machen!Diese Verblendung schmerzte Rebekka, und sie war darauf bedacht,durch eine List des Vaters Segen Jakob zuzuwenden. Sie überredeteihn, Esau's Gewänder anzulegen, seine glatten Hände und seinen Halsmit einem Ziegenfelle rauh zu machen, sich als Esau vor den Vaterzu stellen, dessen trübe Augen ihm nur noch gestatteten, durch Tastenmit den Fingern zu unterscheiden, und so den Segen des Vaters zuempfangen. Jakob sträubte sich gegen diese List und gab zuletzt nurdem Drängen der Mutter nach. So empfing er den Segen, daß erFülle der Fruchtbarkeit haben, Herr über seine Brüder werden undVölker ihm unterthänig werden sollten. Als Esau später vor denVater mit Wildpret trat, um den ihm zugedachten Segen zu empfangen,merkte Isaak, daß er ihn, von oberflächlichen Zeichen getäuscht, demJüngern zugewendet; er erschrak zwar darüber, konnte ihn aber nichtmehr zurücknehmen und gab nur Esau den Trost, daß er vom Schwerteoder Kriege leben werde, aber der friedliebende Bruder solle über ihnherrschen. Von diesem Augenblick an haßte Esau seinen Bruder undsann darauf, Rache an ihm zu uehmeu, machte auch kein Hehl ausseinem Hasse. Die bedächtige Rebekka sann daher darauf, Esau dieGelegenheit zu nehmen, Brudermörder zu werden. Sie will Jakobans dessen Nähe entfernen und überredet ihn zu fliehen und sich nachHaran zu ihren Verwandten zu begebe». Dabei hatte sie noch eineandere Absicht. Sie empfand Ekel vor der Verdorbenheit der kanaani-tischen Weiber, da sie mehr Gelegenheit hatte, deren Thun und Treibenzu beobachten und überhaupt schärfer blickte als der halberblindete undnur wenig mit der Welt verkehrende Isaak. Zwei Kanaaniterinncn