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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Abrahams Tugenden-

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obwohl bereits fünf und siebzig Jahre alt, auswanderte. Der Stamm-vater der Abrahamiden oder der Israeliten handelte also ganz anders,als der Stammvater des Menschengeschlechts. Adam übertrat daserste von Gott ausgegangene Gebot, um mit seiner unzulänglichenEinsicht entscheiden zu wollen, was gut und was böse sei, oder hattenicht Kraft genug, der Verführung zu widerstehen. Abraham dagegenfolgte nicht der Eingebung seines Verstandes und Herzens, sondernder Stimme Gottes, um sich von ihm leiten, und von ihm über dasGute und Böse belehren zu lassen. Der Fluch, welcher durch Adam'sVergehen-über die Menschen gekommen war, sollte daher durch Abrahamgetilgt werden. Er und seine Nachkommen sollten daher Segens-spender werden i). Erst als er die weite Länderstrecke von dem Flach-land des Zwischenflußlandes über das Hochland des Libanon undseiner Ausläufer zurückgelegt und bei Sichern im Lande Kanaan ein-getroffen war, offenbarte ihm Gott, daß dieses Land für ihn und seineNachkommen bestimmt sei. Dort erbaute er einen Altar dem Gott,der ihm erschienen war, den er erkannt hatte. Ta indeß die Kanaaniterin dieser äußerst fruchtbaren und wasserreichen Gegend bereits an-gesiedelt waren, so mochte Abraham hier nicht festen Besitz nehmen,um nicht in Streit zu gerathen, sondern wanderte südöstlich, ließ sichin einer steinigen und wenig fruchtbaren Gegend zwischen Bethelund Ai nieder und baute dort wieder einen Altar. Abraham begannseine Laufbahn als Stammvater eines ihm verheißenen Volkes mitFriedfertigkeitff.

Von dieser weidearmen Gegend ans zog Abraham mit seinenHerden südlich immer hin und zurück; nur zur Zeit einer Hungers-noth wanderte er nach Aegypten, der Kornkammer. Gott segnete ihnauch mit Glücksgütern. Wodurch hatte er diese Bevorzugung ver-dient? Warum hat Gott ihn aus denweiten Enden der Erde" be-rufen, ihm Segen verheißen und Segen gespendet? Die Erzählungder Thora beantwortet diese Frage nicht in Worten, sondern inlebensvollen Charakterzeichnungen. Sie führt Abraham's Tugendenanschaulich vor.

dazu ist 22, 2 i'im nvu -nrn own.i nnu In Beiden ist der Name nichtgenannt. Abraham sollte sich des eignen Urtheils entschlagen, um dergöttlichen Weisung zu folgen. Er vertraute auf Gott, und das war sein Ver-dienst, das. 15, 6: .npir .-mvo-, '.ir pvn-i. Erst als Abraham in Sichem ange-kommen war, bedeutet ihm Gott, daß er dieses Land, das Land Kanaan, gemeinthabe, worin er dauernd weilen solle. Bei der Auswanderung wußte es Abrahamnoch nicht, welches Land ihm zum Ausenhalte zugewiesen werden sollte, unddennoch folgte er unbedingt. ff Genesis 12, 2.

ff S. darüber Frankel-Graetz, Monatsschrift, Jg. 1874, S. 116 fg.