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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Die vorsündfluthlichen Geschlechter.

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Semiten breiteten sich die Japhetiten aus, von den Kimmeriern(Gomer) am schwarzen Meere und am Kaspi-See im Norden, denMedern im Norden und Osten, den Assyrern bis zu den SöhnenJawan's (Jonien) in Kleinasien und auf den Inseln, wozu auch dieBewohner der großen Insel Cypern (Urittim) und der Insel Rhodusskoclsnim, Ooäauim), gehörten. Die Chamiten endlich nahmen denSüden- der Erde ein; die Aethiopier, Aegypter und Lybierbildeten die Hauptbevölkerung derselben, und zu ihnen gehörten auch dieKanaaniter und Philister. Im Ganzen stammten von Noah siebenzigBölkerschaften ab. Die Thora zählt sie alle auf, um die Belehrunganzudeuten, daß alle diese verschiedenen Gruppen und Völkerschaftendoch von einem einzigen Stammvater entstanden sind, daß sie sich dem-nach als Brüder betrachten müßten und nicht Bruderkrieg gegen einanderführen und nicht einander knechten sollten. Nur eine einzige Völker-schaft sei zur Sklaverei verurtheilt, die Kanaaniter, weil ihr Stamm-vater Ham die Ehrerbietung gegen seinen Vater verletzt, die Blößedesselben nicht verhüllt, ja noch mit Spott seinen Brüdern davon Mit-theilung gemacht. Wer die Ehrerbietung gegen den Erzeuger verleugnet,legt alles Schamgefühl ab und scheut sich auch nicht, Blutschande mitden nächsten Verwandten zu begehen. Das hat sich bei den Kanaa-nitern gezeigt, welche thierische Unzucht getrieben haben. Darum ver-dienten sie nicht die Freiheit, sondern sollten als Sklaven unter derZuchtruthe stehen Z. Ham's oder Kanaan's Nachkommen wurden demFluche geweiht, auf die Nachkommen Sem's und Japhet's dagegenwelche zartfühlend die Blöße ihres Vaters verhüllt haben, wurdeSegen gelegt: Gott möge Sem's Zelte segnen und Kanaan ihm Sklavesein, und Japhet möge Gott ausbreiten, und er soll in Sem's Zeltenweilen, soll mit ihm Brudergemeinschaft haben, weil Beide auf ver-schiedenen Wegen zu Großem berufen seien 2).

Jndeß sind doch Noah's Nachkommen ebensowenig im WegeGottes geblieben. Sie begingen zwar nicht Gewaltthätigkeit, Mordund geschlechtliche Verirrungen, wie die vorsündfluthlichen Geschlechter,aber sie waren von Hochmnth besessen, der den Keim zur Selbstver-götterung der Menscken, zu Lastern und Freveln mit sich führt. Als

si In der Erzählung Genesis 9, 2i fg. ist zu beachten, daß dabei das Wortnur gebraucht wird, welches meistens Mcksmla, bedeutet, während Nacktheitdurch ausgedrückt wird. Cham hat sich also über das Membrum seinesVaters lustig gemacht. Es weist also auf Leviticus 18, 3. 24 hin, daß die Kana-aniter scheußlichen Jncest getrieben haben. Erst dadurch ist das Herbe desFluchs verständlich. Sem und Japhet dagegen haben die Scham des Vatersverhüllt, sind daher nicht geschlechtlich gesunken.

S. Note tl.