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Geschichte der Juden.
fünfte Nachkomme Kain's Lamech (Lemech) begnügte sich nicht mehrmit dem Besitze einer einzigen Frau, sondern nahm deren zwei undwurde dadurch der Urheber der Vielweiberei*). Von diesen zweiFrauen Adah und Zillah hatte er vier Kinder, von denen drei derSünde die Wege geebnet haben. Jubal (Apollo") hat die Laute undLiebesschalmei, welche zur Begleitung schlüpfriger Liebeslieder bei Ge-lagen den Sinnentaumel erzeugt haben, erfunden und heimisch gemacht.Tubal-Kain (Telchin) hat. das Schmieden und Schleifen von Erzund Eisen erfunden, das Schwert und die Lanze, die Werkzeuge desblutigen Krieges, eingeführt ^). Seine Schwester war Naamah, dieLiebreizende, jene Liebesgöttin, welche weite Länderstrecken durch-wandelte und überall die Liebesbrunst entzündete^). Lamech selbst hatviel Blut vergossen, er hat Männer erschlagen für seine Wunden undKinder für seine Beulen^). So entwickelte sich aus kleinen Anfängendie immer größere Ausdehnung des Uebels auf Erden. Kain's Ge-schlecht war der Träger der Verworfenheit. Es gab zwar ein anderes ^Geschlecht, das einen guten Wandel einzuhalten schien. Das ersteMenschenpaar hatte nämlich nach Abel's Tod einen Ersatzsohn, Seth,erzeugt, und dessen Sohn Enosch siedelte sich ebenfalls fest an undbaute einen Altar mit Benennung des Namens des einzigen Gottes").Aber seine Nachkommen haben sich ebenso wenig durch Tugenden aus-gezeichnet. Nur ein einziger derselben, Chanoch, der Sethite, „wandeltmit Gott"; aber er wurde noch jung, kaum 400 Jahr alt, dem Lebengewaltsam entrissen ^), während seine Vorfahren es bis zum Alter von !
patzt nvip sehr gut, das Land der Wanderung lag östlich von Eden. DieGenesis versetzt die Nachkommen Kains nach Indien. (Die meisten Neuerenfolgen der Annahme, daß die Namen pp, in als in erster Linie eine sym-bolische Bedeutung haben und darum geographisch nicht näher bestimmbar seien.)
*) Delitzsch (im Comment. zu Genesis), hat den Gedanken daß in dieserErzählung der Tadel der Bigamie liege, richtig erfaßt.
°) S. Note 6.
") Dieselbe Note.
Daselbst.
5) Dieselbe Note.
") Es ist sonderbar, wie Genesis 4, 26 '.i mra nipb inm m so verkanntwerden konnte. Es kann nichts anderes bedeuten, als einen Altar bauen undihn Jhwh weihen. Vergl. Genesis 12, 9; 13, 4; 2l, 33; 26, 25. -.n owa «i?bedeutet also: Gott einen Altar weihen. Folglich kann inm nur „angefangenwerden" bedeuten. Nichtig hat Aquila diesen Halbvers wiedergegeben: rör-
rov kV
') Dies ist die Bedeutung von omin mn npi Genes. 5, 24 (vgl. Ezech. 24, 16)vor der Zeit hinwegraffen. Daraus hat bereits der Polemiker R'Abbahuhingcwiesen gegen die christologische Erklärung, welche die Himmelfahrt damitbelegen wollte; die syrische Version hat das Verbum npi auch richtig durch