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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Kain und Abel.

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zeugte zwei Söhne, die sich in den Besitz der Erdcngüter gesetzt haben.Der ältere, Abel, beschäftigte sich mit der Heerdenzucht und der jüngere,Kain, betrieb Ackerbau. Beide opferten, aber mit verschiedenem Sinne;Abel vom Besten seiner Habe, Kain dagegen vom Ersten Besten. Als derAckerbauer bemerkte, daß seine eigene Thätigkeit, den Boden zu be-arbeiten, ohne Segen geblieben, während die des Hirte» immer mehrgedieh, so erwachte der Neid in seiner Brust, und er blickte finsterdrein. Gott, der Kain's neidischen Sinn und sein finsteres Brütenbemerkte, warnte ihn, sich nicht dem bösen Zuge des Herzens zu über-lassen.Die Sünde liegt an der Thür und hat ihr Verlangen nachdir, aber du kannst sie beherrschen" ^). Kain ließ sich aber nichtwarnen, führte seinen finstern Plan aus und beging den ersten Bruder-mord. Zur Uuthat gesellte sich noch die Heuchelei und Lüge. Aufdie Frage:Wo ist Dein Bruder?" antwortete der Mörder:Binich sein Hüter?" So zeigten sich allsogleich die Folgen der vermeint-lich selbstständigen Wahlfähigkeit des Menschen, sie führte zumNeid, dann zum Brudermord und endlich zur gemeinen Lüge, seineUuthat nicht eingestehen zu wollen. Den Brudermörder traf der Fluch;der Boden, den er bearbeitet, sollte keinen Ertrag geben; und wennder Mörder weiter wandern wird, um einen bessern Boden aufzusuchen,so wird, ihm auch dieser die Kraft versagen, und so soll er verurtheiltsein, immer zu wandern. Der Besitz, an den er sich angeklammert,soll ihm keinen Segen bringen. Die Thora entwickelt an dieser sinnigenErzählung eine neue Lehre. Als Kain seine Reue über diese Uuthatzu erkennen gegeben und gesprochen hatte:Ist denn meine Sünde sogroß, daß sie nicht verziehen werden kann?", gewährte ihm Gott Ver-gebung und machte ihm ein Zeichen, daß er als unstäter Wandererohne Familienanhang von den nachkommenden Geschlechtern aus Blut-rache nicht getödtet, werden sollte^).

Die Folgen der durch dünkelhafte (Ueberhebuug erlangten) Er-kenntniß des Guten und Bösen greifen indeß immer weiter um sich.Kain wandert von der Gegend des Paradieses weit weg nach Ostenund besetzt sich im Lande Nod (Hind, Indien?). Er erzeugt einenSohn Chanoch, der die erste feste Stadt Chanoch erbauteb). Der

^) Genesis 4, 3 fg. hat unstreitig diesen Sinn, der V. 7 'ui nnv au ub.nist noch immer dunkel. . .

") Das. V. 13 fg. kann nicht anders gefaßt werden, als daß Kain Reue zuerkennen gegeben hat, wie es die alten Versionen und andere Ausleger gefaßthaben: ?neau uw bnr.n.

Am wahrscheinlichsten ist v. Bohlen's Annahme, daß unter ver-standen werden muß n)7> Indien und daß unter zim die indische

Stadt Lirnuncksdr arabisch Lanjallubäsellali zu verstehen sei. Dann