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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

untere Gewässer sammelte sich in einem großen Bette, es wurde zumWeltmeer. Durch die Ansammlung des Wassers zeigte sich das trockeneLand, die Erde. Auf der Erde sproßten mannigfaltige Pflanzen, niedereGräser und hohe, fruchttragende Bäume hervor, jedes nach seiner Art.Die Lichtträger wurden in den Luftraum des Himmels gesetzt, dasgroße und das kleine Licht und die Sterne. Sie sollen lediglich dazudienen auf der Erde zu leuchten, Tag und Nacht zu scheiden und dieZeichen zu den Festeszeiten, zu den Jahren und Tagen anzuzeigen,aber nicht göttlich verehrt zu werden^). Dann wurden die Wasser-und Luftthiere erschaffen; sie hat Gott zugleich gesegnet, daß sie sichzahlreich vermehren sollen. Später entstanden die Landthiere, diewilden und die zahmen, und auch die niedrigen Kriechthiere. Als Gottden Menschen schaffen wollte, um ihn zugleich zum Herrn über dieErde und alle Thiere zu setzen, gebrauchte er, nach der Darstellungder Thora, eine gewisse feierliche Anrede, um die Wichtigkeit diesesWesens hervorzuheben. In menschlicher Redeweise, wie wenn einKönig eine wichtige That vollbringen will, wird dessen Schöpfung ein-geleitet:Wir wollen den Menschen in unserm Ebenbilde und inunserer Aehnlichkeit schaffen", damit er Einsicht haben soll, die Erdezu beherrschen. Und so hauchte er dem Staubgebornen von seinemOdem ein oder theilte ihm von seinem Geiste mit. Dem Lehrzweckangemessen, gelegentlich noch auf ein Anderes hinzuweisen, betont dieThora die sechs Schöpfungstage und die Ruhe am siebenten, um dieSabbathfeier, eine Ruhepause für die angestrengte Arbeit, auch fürden zur Arbeit Geknechteten als höchst wichtig hervorzuheben.

Wenn ich den Himmel, das Wer! Deiner Hände, schaue,

Sonne, Mond, Sterne, die Du geschaffen,

(Denke ich)

Was ist der Mensch, daß Du sein gedenkst,

Was der Adamssohn, daß Du ihn beachtest!

Du hast ihm nur wenig sehlen lassen,

Ein göttlich Wesen zu sein;

Mit Ehre und Glanz umgabst Du ihn,

Ließest ihn über Dein Händewerk herrschen,,

Alles hast Du ihm zu Füßen gelegt:

Schafe und Rind insgesammt

Und auch die wilden Thiere des Feldes,

Des Himmels Bügel, des Meeres Fische,

Er durchzieht deS Meeres Straßen °).

>) Es ist nicht zu verkennen, daß in der Häufung und Wiederholung derBestimmung der Himmelskörper, Genesis 1, 14 fg,, die Andeutung liegt, sienicht für göttliche Wesen zu halten, wie es deutlich Deuteron. 4, 19 ausge-sprochen ist.

°) Ps, 8. Das hohe Alter dieses Psalms geben sämmtliche Ausleger zu.