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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Nath an-Melech, führte, untergebracht *). Für die Anbetung derfünf großen, dem Auge sichtbaren Jrrsterne (s. o. S. 99), weil diesenur des Nachts wahrgenommen werden können, ließ Achas nach demVorgänge der Babylonier auf dem Dache seines Palastes Altäre an-bringen^). Und überall auf Höhen und Hügeln ließ er Altäre er-richten. Achas übertraf noch an Götzendienerei die Könige von Israel.Auch sonst begannen unter ihm assyrische Elemente in Juda einzu-dringen. Die assyrische Sprache, welche mit der aramäischen vieleAehnlichkeit hatte, lernten die Hofleute, um sich mit den gebietendenHerren verständigen zu können^). Auch manches Nützliche ist durchdie Nachahmung des Assyrischen eiugeführt worden. Die Sonuen-oder Schattenuhr, eine Erfindung der Chaldäer, machte Achas inJerusalem heimisch; sie war in der Nähe des Palastes angebracht.Diese Schattenuhr wurde nach Achas benannt^). Auch auf einegenauere Zeitrechnung ist wohl in Jerusalem seit Achas geachtetworden. Von den schönen Künsten, besonders der Zimmermalerei,Anfertigung der Verzierungen, die dem Formensinn Wohlthun, worindie Assyrer Außerordentliches geleistet haben und Lehrer der Griechenwurden °), haben wohl die Jndäer manches angenommen. Die Bau-art erhielt in Jerusalem einen andern Stylest Aber die Schatten-seiten der Nachahmung des Assyrischen waren bei weitem überwiegend.Das ureigene Wesen, die lautere Gottesverehrung und die höhere

1) Könige n, 23, 11. Da hier und V. 12 von 11 , 1 ' 'rir, die Rede ist und

nicht bloß von Manasse, wie 12 b, so geht daraus hervor, daß Manasse nicht dererste war, der den Sonnen- und Planetenkultus eingcführt hat. Ausfalleud istes, daß man unter den assyrischen Trümmerhaufen noch kein Bild von Sonnen-rossen gefunden hat. Bei den Persern gab es solche nach Curtius III, 3, (7):6nrrum äsiiuls lovi 8g.ora.tnm «Identes vsbebant sgui: dos eximias ingKin-tnäinis egnns, gnsm Lolis gppsllgbant, segnsbatur. s)Vgl. auch Riehm-Bäthgen S. 1533). Statt ii i'o nr» das. V. II darf man nicht lesen nur,sonst ist das folgende i:vi in nicht verständlich, sondern es ist gleich

Nuss. Die Rosse waren untergebracht von da, wo man in den Tempel ein-geht, bis zur Halle des Nathan-Melech und zwar in dem Winkel rnis.lieber o'iir, LinAuIar nie oder ioi-> s. Chronik I, 26, 18.

2) K. das. 23, 12. mn i'ip ^i ip ir>n mnmvi in, kann nur vom Söllerdes Palastes verstanden werden, nämlich eine elliptische Genitiv-Construktionstatt nn i'ip zri ip wie ivn:i iowi und andere. sVgl. jedoch Klostermannund Benzinger z. St.) Daß den Planeten auf Dächern von Privathäuserngeopfert wurde, folgt aus Zephanja 1, 5, Jerem. 19, 13 s32, 29).

°) Folgt aus Könige das. 18, 26 und Parallelst. Jesaia. 36, 11.

Könige das. 20, 11 Parallelst. Jesaia, vergl. dazu Keil, Comment. zuKönige das.

^1 Vergl. I-azarä a. a. O. S. 312 fg.

°) Vergl. Jerem. 22, 14.