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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
Entstehung
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Achas führt assyrische Bräuche in Judäa ein. 137

die Form des Altars, den Tiglat-Pileser in Damaskus bauen ließ.Die assyrischen Altäre waren aus Steinplatten, dreiseitig, mit abge-rundeten verzierten Oberwänden *), verschieden von den Altären derIsraeliten, Phönizier und Aramäer. Ehe noch Achas »ach Jerusalemzurückkehrte, befahl er dem Hohenpriester Uria nach der Zeichnung,die er einschickte, einen Altar nach diesem Muster zu errichten. TerHohepriester hatte kein Bedenken, einen solchen Altar errichten zulassen. Wie mag er aber erstaunt gewesen sein, als Achas bei seinerRückkehr auf diesem Altar selbst opferte! Wie die assyrischen Königewollte auch Achas das Königthum über das Priesterthum gestelltwissen, oder vielmehr wie diese sich als Abkömmlinge eines Gottesohne priesterliche Vermittelung dem Altar näherten, so wollte auchAchas betrachtet sein. Anstatt sich gedemüthigt zu fühlen, kehrte ermit Hochmuth aus Damaskus zurück. Bei seiner Rückkehr befahl er,den neuen größeren Altar nach assyrischem Muster an die Stelle desaus Salomo's Zeit stammenden ehernen Altars zu setzen und diesen,welcher nur zehn Ellen Höhe und 40 Ellen im Gevierte Umfanghatte, an die entgegengesetzte Seite, nach Norden zu schaffen. Auf demgroßen Steinaltar sollte gewöhnlich geopfert werden, der kleinere eherneAltar sollte für den König allein bleiben, wenn es ihm beliebte, Priester-dienst zu verrichten. Der Hohepriester Uria ging auf alles ein, warviel gefügiger, als der Hohepriester zur Zeit Usia's. Er scheint einerjener Priester gewesen zu sein, welche nicht die Lehre, die sie zu ver-treten berufen sind, im Auge haben, sondern ihr eigenes Wohlergehenund ihren Nutzen; er mochte nicht als Opfer fallen. Achas ging nochweiter in der Nachahmung assyrischer Bräuche. Er führte auch denSonnen- und Planetenkultus in Jerusalem ein. Im Eingang desTempels wurde wahrscheinlich das Bild der Sonne strahlenförmigangebracht, und dem Sonnengott waren Rosse und Wagen geweiht.Die Rosse waren in einer Halle, welche den Namen eines Verschnittenen,

*1 6. Larvliuson, tbs üvs moimrvbisa II, p. 273.

2) Es ist von den Auslegern übersehen worden, obwohl deutlich genug». II, 16, 1213 angegeben ist 7pv nom.i 7p Hll.v ovpn, daß Achasselbst geopfert hat. Auch das warein assyrischer Gebrauch, daß der Priesternicht als Mittler zwischen Gott und dem König auftrat, sondern daß der Königselbst opferte, vgl. illa^arä Ninive und seine Ueberreste, deutsche UebersetzungS. 329. 6. Lavliiiaon das. p. 274. Dadurch ist auch die dunkle Stelle Königedas. 15, verständlich, >5 .w.-o welche den Auslegern so viel

Schwierigkeiten gemacht hat. ist einfach eine Buchstabenversetzung für onp7undDer eherne Altar soll für mich zum Opfern bleiben." sS. da-

gegen Klostsrmann und Benzinger z. St.jj