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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Geschichte der Juden.

Von Damaskus aus überzog Tiglat-Pileser das Zehnstämmereich Imit Krieg, eroberte die festen Städte des Gebirgslandes, der Meeres- zund Jordangegend, das Gebiet der Stämme Naphtali, Ascher,Sebulon und den Landstrich, welchen die Daniten an der Jordan- >quelle und am Fuße des Hermon inne hatten. Pekach scheint nichteinmal den Versuch gemacht zu haben, sich zur Wehr zu setzen, sondern !

sich feige unterworfen zu haben. Dafür ließ ihn Tiglat-Pileser am ^

Leben, aber die Bewohner der Nordstädte, Jj jon, Dan, Abel-Beth- iMaacha, Janoach, Kedesch, Chazor und die des jenseitigen Landes ^führte er in Gefangenschaft (um 738) und verpflanzte sie in verschiedene (Gegenden des großen, assyrischen Reichesst.

Die Strafandrohung, welche Amos zwei Menschenalter vorher iprophezeit hatte, erfüllte sich danials zum Theil. Da der Nordendes Zehnstämmereiches äußerst fruchtbar war, so hat ihn Tiglat-Pileser schwerlich öde gelassen, sondern ihn wahrscheinlich mit Assyrernoder Bewohnern anderer eroberten Länder bevölkert. Das ReichIsrael war seit der Zeit um die Hälfte seines Gebietes und seinerBewohner vermindert. Seine Grenze im Norden reichte lediglich biszum Berge Thabor, und dieser Ueberrest wurde ein Vasallenland desassyrischen Reiches und mußte jährlich Tribut zahlen und Huldigungs-geschenke an die Könige liefern. Gegen Pekach, welcher durch seineTollkühnheit das Unglück herbeigeführt hatte, gegendiesen thörichtenHirten, welcher die Heerde Preisgegeben hat", herrschte ohne Zweifel z

eine große Unzufriedenheit. Diese ging in eine Verschwörung gegen ^

ihn über. Hosea, Sohn Ela's, leitete diese Verschwörung und tödtetePekach um 736 st, nachdem dieser zwei Jahrzehnte zum Unheil desVolkes und des Landes regiert hatte.

Auch im Reiche Juda ging um diese Zeit eine tiefgreifendeWandlung vor. Achas hatte sich selbst aus Zaghaftigkeit zum Vasallendes Königs von Assyrien gemacht. Er mußte in Folge dessen sich zuTiglat-Pileser zur Huldigung begeben, während dieser in Damaskusdie unterworfenen Könige und Fürsten zwang, ihm ihre Vasallenschaftzu erkennen zu geben. Anstatt sich durch die Rolle der Knechtschaftgedemüthigt zu fühlen, gcrieth er in Bewunderung für das assyrischeWesen und faßte den Plan, eine Nachahmung desselben in sein Landeinzuführen oder dies vollständig zu assyrisiren. Ihm gefiel zunächst

x. 1071. .Instin. I, 2. . . . ^.8sz?i'ü, gui qo8tsn 8^i't ctisti sunt.

st Könige II, 15, 29 fg. Hinter mx fehlt p wie das. I, 15, 20. (Vergl.Klostermann zu II Sam. 24, 6, und Hommel a. a. O. S. 664 f.)

st Vergl. über die Zeit Bd. I, S. 474 sg.