Rczin und Pekach im Bunde gegen Juda.
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welche tributpflichtig an Assyrien waren, die günstige Zeitlage, sichunabhängig zu machen.
Da trat ein thatkräftiger König in Assyrien auf, welcher das zer-rüttete Reich nicht bloß wieder zusammenfügte, sondern ihm noch einegroße Festigkeit und Ausdehnung gab. Es war Tiglat-Pileser(Inkultipalesnra II) ^). Die Sage erzählt von ihm, er sei der Auf-seher der königlichen Gärten oder der Sohn eines solchen gewesen, undhabe sich des nach dem Tode seines Vorgängers leer gewordenenThrones bemächtigt^). Mit starker Hand eroberte der König Tiglat-Pileser sämmtliche abgefallene Landschaften zurück, bis auf die StadtBabylon mit einem Umkreise, die ihre Unabhängigkeit zu behauptenwußte. Nachdem er auch feste Städte in Mesopotamien, Gozan,Charan (6arrdas) und andere eingenommen und zerstört hatte^),wandte er sich gegen die Länder westlich vom Euphrat und in derLibanongegend, um diese durch Phul in Vasallenschaft gebrachten Reicheenger an Assyrien zu knüpfen. Um dem assyrischen Eroberer Wider-stand zu leisten, schloß Rezin, König von Aram-Damaskus, mit Pekachvon Israel ein enges Bündniß auf Schutz und Trutz und suchte auchAchas dafür zu gewinnen. Dieser versagte ihnen aber den Beistand,und so unternahmen die beiden Könige, und zwar, wie es scheint, imBündnisse mit den Philistern und andern Nachbarvölkern einen Kriegs-zug gegen Juda.
Bei der Nachricht davon gerieth das Haus David's in die größteAngst, zumal ihm der Beschluß der Verbündeten kund geworden war,nach der Einnahme von Jerusalem nicht bloß Achas zn entthronen,sondern überhaupt die davidische Königsfamilie zu stürzen und einemit ihnen verbundene Persönlichkeit, Ben-Tabel, als König einzu-setzen. Was die Lage in Jerusalem noch verschlimmerte, war, daß esin der Hauptstadt selbst eine Partei gab, welche es mit den Verbündetenhielt und feindlich gegen Achas gesinnt war. Dieser Partei, Wohl einTheil der Fürsten Juda's, war Achas' schwankendes Benehmen zu-wider, sie wünschte durch entschlossene Betheiligung an dem Kampfegegen Assyrien Gelegenheit zur Vergrößerung und Bereicherung zu finden.Möglich, daß Ben-Tabel an der Spitze dieser Partei in Jerusalem stand.
s') Oder Tuklati-pal-ischirra (Hammel, Gesch. Babyl. u. Assyr., S. 648)oderTikulti-apil-sscharra (Schrader-Winckler, Keilinschriften u. d. alte T.
S. 38, Anm. 3.s
2) S. Frankel-Graetz, Monatsschrift, Jg. 1874. S. 49t) fg. sVgl. jetztSchräder, die Keilinschriften und das alte Testament, 2. Ausl., S. 246 ff,,2ää ff. 3. Ausl. S. 49 ff. u. Hammel a. a. O. S. 648 ff.)
2) Könige II, 19, 12 parallel Jesaia 37, 12.
Graetz, Geschichte der Juden. Ii. i.
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