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Geschichte der Juden.
Aber die Besseren im Volke standen zu Achas, besonders aber diePropheten und Sänger, nicht wegen seiner Würdigkeit, sondern ausAnhänglichkeit an das Haus David's, dessen Andenken mit der Ent-fernung der Zeiten in noch strahlenderem Glanze erschien. Ein Psalmen-sänger aus dieser Zeit hat dieser Stimmung ausdrucksvolle Worte ge-liehen. Er stellte die Verworfenheit des Stammes Ephraim und dieVorzüge des Hauses Juda einander gegenüber und betonte, daß Gottdas Haus Joseph's wegen seiner. Verworfenheit verworfen, dagegendas Haus Juda und namentlich seinen Knecht David bevorzugt undihn berufen habe, sein Volk zu führen. Der Psalmist führte die ganzeKläglichkeit und das Elend der vordavidischen Zeit auf die Sünden-schuld des Hauses Ephraim zurück, indem es, die GnadenwaltungGottes in Aegypten und in der Wüste vergessend, sein Vertrauen aufGötzen gesetzt habe. Deswegen habe Gott sein Volk mit schwerenZüchtigungen heimgesucht und selbst den Zelttempel in Schilo, derauf Ephraim's Gebiet stand, Preisgegeben, dafür aber den Berg Zionund den Tempel in Jerusalem, als sein Heiligthum auserkoren. DerPsalmist wollte damit warnen, sich nicht wieder Ephraim zuzuwenden,welches Urheber alles Unglücks in alten Zeiten gewesen.
„Die Söhne Ephraim's, die geschickten Bogenschützen,„Kehrten am Tage des Treffens um,
„Achteten nicht Gottes Bund
„Und sträubten sich, in seiner Lehre zu wandeln,
„Vergaßen seine Thaten und Wunder,
„Die er ihnen erwiesen,
„Daß er Außerordentliches in Aegypten,
„Im Gefild von Zoan gethan,
„Wie ost waren sie in der Wüste ungehorsam gegen ihn,„Kränkten ihn in der Einöde!
„Er brachte sie (doch) in sein heiliges Gebiet,
„Auf diesen Berg, den seine Rechts erworben,
„Vertrieb Völker vor ihnen,
„Gab sie ihnen zu Lostheilen
„Und ließ in deren Zelten Jsrael's Stämme ansiedeln.„Da prüften sie ihn doch
„Und waren gegen den höchsten Gott ungehorsam,„Ächteten seine Gebote nicht,
„Wichen ab und waren so treulos, wie ihre Väter,„Kehrten um, wie ein trügerischer Bogen,
„Höhnten ihn durch Höhenaltäre,
„Ereiferten ihn durch ihre Götzenbilder.
„Da verließ er Schilo's Tempel,
„Das Zelt, das er unter Menschen bewohnte,