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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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110 Geschichte der Juden.

zweifelten, trat er mit Siegeszuversicht auf und fachte Hoffnung undMuth an.

Im Todesjahre des Königs Usia (755) trat Jesaia zuerst auf,er mag da ungefähr im dreißigsten Lebensjahre gestanden haben. Erverkündete dem Volke, vielleicht auf dem Tempelberge, das Gesicht, dasihm zum ersten Male geworden ist, und wie er zum Propheten er-wählt wurde.

Jesaia's erste Rede war eine einfache, kurze Mittheilung desGesichtes, das er geschaut, dessen tiefe Bedeutung aber nicht mißver-standen werden kann. Er erzählte, daß er in einem Gesichte JhwhZebaoth auf einem hohen und erhabenen Throne gesehen, der von ge-flügelten Weien, Seraphim, umgeben war. Ein Seraph rief demAndern:Heilig, heilig, heilig ist Jhwh Zebaoth" mit so dröhnenderStimme zu, daß die Pfosten der Tempelschwellen davon erzitterten ff.Da sprach ich:Wehe mir, ich bin vernichtet! denn ich bin einMann von unreinen Lippen und wohne inmitten eines Volkes vonunreinen Lippen, und meine Augen haben den Gott Zebaoth ge-schaut""! Da flog zu mir einer der Seraphim und hatte in derHand einen glühenden Stein, den er vom Altar genommen, berührtedamit meinen Mund und sprach:So wie dieser deine Lippen be-rührt hat, so weicht dein Fehl, und deine Sünde ist vergeben."" Ichvernahm die Stimme des Herrn:Wen soll ich senden, und werwird für uns gehen?"". Da sprach ich:Ich bin bereit, sendemich"". Er sprach:Geh' und sprich zu diesem Volke:Ver-nehmet nur immer und begreifet nicht, sehet nur und merket nicht"".Du solltest das Herz dieses Volkes stumpf, seine Ohren taub machenund seine Augen verkleistern, damit es nicht sehe mit seinen Augen,nicht höre mit seinen Ohren und mit seinem Herzen nicht begreife,sonst könnte es umkehren, und ihm würde Heilung werden""!Ichsprach":Wie lange noch, o Herr""?Er sprach":Bis dieStädte verwüstet sind ohne Bewohner, die Häuter ohne Menschen,und der Boden als eine Einöde übrig bleibe 2), Jhwh wird dieMenschen entfernen, und die Verlassenheit wird im Lande gewaltigsein. Wenn nur noch ein Zehntbeil sein wird, so wird auch dieseszur Vernichtung sein, aber wie die Eiche und Terebinthe in der

ff Allgemein wird jetzt angenommen, daß Jesaia's sechstes Kapitel seineerste Rede gewesen und daß nur aus didaktischen Gründen dis später gehalteneRede Kap. l vorangesetzt wurde. Das. 6, 4 ist o'so.v omu unverständlich, manmuß dafür lesen o'LO.-i rmvn diePfosten, Stützen," wie Könige II, 18, 18.

ff Das. V. II 7En ist kein verständliches Wort, man muß dafür lesen"MDN mit I-.XX