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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Die babylonische Mythologie.

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Die Babylon-er lieferten aber, wie die Aegypter, PhönicierGriechen und andere Völker den Beweis, daß Kunstfertigkeit undWissenschaft nicht allein im Stande sind, vor Thorheiten und Sitten-verderbniß zu schützen. Ihre Sternkunde artete in astrologische Spielereiaus, sie glaubten durch den Stand und das Zusammentreffen derGestirne die Geschicke der Menschen vorausbestimmen zu können. „DieHimmelstheiler schauten nach den Sternen und verkündeten Monat fürMonat, was den Menschen zugetheilt sei"*). Ihre Götterlehre wareine noch größere Thorheit. Jede der verschiedenen Völkerschaften,welche sich in dem Thale Sinear angesiedelt hatten, brachten ihreGötter mit, die allmälig von Allen angenommen wurden, und solcher-gestalt verehrten die Babylonier fünfzehn Obergötter und noch einegroße Menge Untergötter, selbstverständlich männlichen und weiblichenGeschlechtes. Die Hauptgottheiten waren indeß Bel und seineGenossin Baaltis (Beltis, Mylitta). Dazu kamen noch die Sonne,der Mondch und die fünf dem Auge erkennbaren Planeten; Mero-dach oder Bel-Merodach (Jupiter), Nin (Saturn), Nergal (Mars),Jsthar (Venus) und Nebo (Merkur). Alle diese Götter und GöttinnenWurden in Bildnissen dargestellt, und die Bilder wurden verehrt^).Dem Hauptgott Bel war der Riesentempel mit dem hohen Thurmein Babel geweiht, in welchem mehrere Bildnisse desselben aus Goldaufgestellt waren, ihnen wurden goldene Tische mit Speisen vorgesetzt(Iwvtistsriua) *).

Die Beltis wurde durch Unzucht verehrt. Jedes Frauenzimmermußte sich einmal in deren Tempelraum begeben und dort abwarten,bis ihr der erste beste Mann ein Geldstück in den Schoß warf mitden Worten: „Ich rufe die Göttin Mylitta an," und sie in ein Zelt

u. karvlinsou's „tüs üvs tz-rsat Nouarobiss ok tbs anoisnt vorlä I, p. 129"ist ein Täfelchen mitgetheilt, das bei Lsuiüai'kb-Imrrai, einige Stunden nördlichvon der Vereinigung des Euphrat und Tigris gefunden worden. Es enthältdie Angabe der Quadrate von öl—60 und zwar anstatt der Dekaden das Sexa-gesimal-System (Loosen); Z. B.: 51^ -- 43 (8) -s- 21

52 ^ ^ 45 (g) 4

Die Zahlzeichen sind deutlich, das Quadratzeichen ist durch Pfeile gegeben.

*) Jesaia 47, 13. v-iew sind Himmelssintheiler, von -w.n, imArabischen theilen. Später sagte man iu, theilen; davon rn», Geschick,nach der Konstellation bestimmt.

2) Der Mondgott wurde 8in-Urüi genannt. Ist vielleicht der Götze ivco,Jesaia 37, 38 und an der Parallelstelle in Königs II eine Versetzung von iiw, alsoMondgott? (Vgl. die abenteuerliche Gleichung — bei Schrader-Winckler, S. 85.)

2 ) Vgl. über die Mythologie der Babylonier, O. Lsavliusou, a. a. O.p. 140 fg., III, p. 459 fg. (u. zuletzt Schräder bei Riehm-Bäthgen I, 140 ff.)

*) Herodot I, 183; Jesaia 65, 11.