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2. Geschichte der Israeliten vom Tode des Königs Salomo (um 977 vorchr. Zeit) bis zum Tode des Juda Makkabi (160) 1 (1902) Vom Tode des Königs Salomo bis zum babylonischen Exile (586)
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Zerrüttung Juda's.

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um Wein und Buhldirnen um. Die andern Nachbarvölker sahen dieSchwächung Juda's mit Schadenfreude, wenn sie nicht thätigen An-theil daran nahmen. Das Zehnstämmereich, das damals von demdritten Jehniden Jerobeam II. regiert war, erinnerte sich nur derFeindseligkeit, welche es von Juda erfahren und nicht der Blutsver-wandtschaft und der Pflicht, dem bedrängten Bruderstamm beizustehen.Die Philister begingen doppelte Grausamkeit an den Judäern. DieFlüchtlinge, die in ihren Städten Schutz gesucht, lieferten sie an dieJdumäer aus und die gefangenen Knaben und Mädchen, die sie denKriegern um Wein und Buhldirnen abgekauft hatten, verkauften sieweiter an die Ionier, die damals in Wetteifer mit den PhöniciernSklavenhandel getrieben Habens. Nicht freundlicher machten es dieTyrier, uneingedenk des Freundschaftsbündnisses, das sie lange Zeitmit dem davidischen Hause unterhalten hatten. In dieser Zeit (um815805) glich das judäische Reich und das davidische Haus einereingefallenen Hütte. Damals begann zuerst die Zerstreuung der Judäerin ferne Länder, wohin die Ionier sie als Sklaven verkauft haben.Diese judäischen Sklaven mögen Keime einer höheren Anschauung undGesittung den westländischen Völkern zugetragen haben ^). Denn unterden Gefangenen befanden sich auch edle Jünglinge und schöne Jung-frauen Jerusalems 2), welche aus ihrer Umgebung und der reichenGeschichte ihres Volkes eine höhere Erkenntniß besaßen und in derFremde sie > besser schätzen lernten als in der Heimath.

') Vgl. darüber Note 3.

2) Vgl. Movers, Phönicier II, 3, S. 7.°) Amos 8, 13.