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Geschichte der Juden.
Diese so unerwartet eingetreteue Errettung aus der großen Noth er-muthigte Jehoasch, angriffsweise gegen die Aramäer vorzugehen. DreiSchlachten lieferte er gegen Ben-Hadad, sämmtlich in der Ebene Jesreelbei Aphek, und in allen blieb er Sieger. Der König von Damaskuswar dadurch geuöthigt, Frieden mit dem König von Israel zu schließenund ihm die Städte zurückzuerstatten, welche er und sein Vater Chazaeldem Gebiete des Zehnstämmereiches diesseits entrissen hatten I.
Die Schwächung des damascenisch-aramäischen Reiches kam auchdem judäischen Reiche unter dem König Amazja (um 843—816) zustatten. Jenes hatte den kleinen Gemeinwesen, Moab, Ammon undEdom, welche in einem feindlichen Verhältnisse zu Israel oder Judastauden, Schutz verliehen und Angriffe auf dieselben verhindert. BenHadad's Demüthigung machte daher Amazja's Hände frei, die ehe-maligen Besitzungen des davidischen Hauses wieder zu erobern. DasLäudchen Edom hatte sich seit einem halben Jahrhundert von derVasallenschaft dieses Königshauses losgesagt und sich selbstständig ge-macht. Einer seiner Könige hatte eine ncne Hauptstadt erbaut, aufeiner Höhe des Gebirges Se'ir, welche auf Kalkstein und Porphyr-felsen mehr als 4000 Fuß über dem Meeresspiegel emporragt. EinStufenweg führte von den Thälern zu ihr hinauf. In dieser Felsen- 'stadt (8s1a, iLstru, in gerader Linie etwa 15 Meilen südlich vomtodten Meere) glaubten die Jdumäer in Sicherheit gegen feindlicheAngriffe zu sein. Stolz sprach Edom: „Wer will mich von der Höhezur Tiefe hinunterbringen ?" ^) Amazja hatte die Kühnheit, die Jdu- !
mäer in ihren Bergfestungen aufzusuchen. Sie zogen ihm zwar mit j
einem zahlreichen Heere (10 000 Mann) entgegen, in dem Salzthal >unweit des Todten Meeres kam es zur Schlacht; aber Amazja schlug ^sie so kräftig aus's Haupt, daß die Uebriggebliebenen die Flucht er-griffen und ihm den Weg frei ließen, die Felsenstadt zu erobern.Nach ihrer Besetzung verwandelte er ihren Namen, man weiß nicht
verstanden werden, weil er nicht p, Sohn des Mörders, genannt werden
konnte (6, 32), da Zehn doch im Aufträge eines Prophetenjüngers die Omridenumbringen ließ. Ueberhaupt beziehen sich alle Relationen, in denen vondem König (H.vn) schlechtweg im Verhaltniß zu Elisa erzählt wird, auf Jehoasch,so: 5, 5 sg.; 6, 9 fg.; 8, 4 fg. Alle diese Relationen stammen von denProphetenjüngern, und diesen war es selbstverständlich, daß der König, welcherauf Elisa's Rathschläge hörte und ihn verehrte, kein anderer als Jehoasch war;darum hielten sie es für überflüssig, ihn zu individualisiren und zu nennen.
ff Das. 13, 14—25. Aus V. 17 geht hervor, daß das Schlachtfeld jedes-mal in pem war.ff Obadja 1, 3.