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Geschichte der Juden.
der Thronräuberin Athalia feindlich. Als er sich ihrer Theilnahmevergewissert hatte, führte er sie in den Tempel und zeigte ihnen densiebenjährigen Joasch, den sie Wohl an den Zügen als rechtmäßigenThronerben erkannt haben. Jojada ließ darauf die Hauptleute einenEid leisten, dem Kinde treu zu dienen. Mit ihrer Hilfe konnte erden Plan ins Werk setzen, zugleich eine Umwälzung und eine Wieder-herstellung herbeizuführen. Da die Hauptleute auf den blinden Ge-horsam ihrer Untergebenen rechnen konnten, so wurde Plan und Tagfür die Ausführung der Verschwörung festgesetzt. An einem Sabbatbezog eine Abtheilung der wachthabenden Trabanten und Karier ihrePosten, die Uebrigen aber, zwei Dritttheil derselben, besetzten denEingang des Tempels. Sie alle hatten den gemessenen Befehl, allediejenigen niederzumacheu, welche in feindlicher Absicht die Schrankenim Borhofe des Tempels überschreiten sollten. Als das Königskindvor jedem Ueberfall gesichert war, lud Jojada auch die Volksmengein den Tempelvorhof ein^). In einem erwartungsvollen Augenblicke,als die Karier und Trabanten ihre Schwerter gezückt und die Haupt-leute die Ehrenwaffen David's schon in der Hand hielten, führte derHohepriester das Kind Joasch aus dem Gemache seiner Verborgenheit,setzte ihm die Krone auf, salbte ihn zum Könige und ließ ihn densäulenartigen Sitz besteigen, welcher für die Könige im Tempelhofeangebracht war. Dabei schmetterten die Trompeten, die Trabantenklirrten mit den Waffen, das Volk klatschte in die Hände und alleriefen: „Es lebe der König Joasch!" 2) Erst als das Geräusch vom
Tempel bis zu Athalia's Palast ertönte, erwachte sie aus ihrer Sorg-losigkeit und Sicherheit, in die sie sich im Vertrauen auf die Treueder Miethstruppen gewiegt hatte. Eilig begab sie sich zum Tempelplatzmit einigen Begleitern^). Mit Schrecken gewahrte sie ein jungesKind mit der Krone auf dem Haupte, ihre Truppen in seiner Um-gebung zu seinem Schutze und die Volksmenge in freudiger Erregung.Sie sah sich verrathen, zerriß ihre Kleider und rief: „Verschwörung,Verschwörung!" Sofort bemächtigten sich ihrer einige Hauptleute,führten sie aus dem Tempclvorhofe auf einem Umwege durch dasöstliche Roßthor in den Palast und tödteten sie. So schied die letzteEnkelin des Hauses Omri aus dem Leben, schmählich wie ihre Mutter.
st Folgt aus Könige das. V. 13 — 14 .
st Das. V. 12 fg.: onxi ini in V. 12 ist dunkel, es scheint dasselbe auszu-fagen wie 112x1 bx ivx B. 14 . Es muß also gelesen werden iisx.i bx i.ii'llxn.fGanz anders Klostermann a. a. O.j
st Folgt aus V. 15 das. 2112 12.1 .i'iin n2.11 oder wie in Chronik .i'inn n2.112112 .len.