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Geschichte der Juden.
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Im Zehnstämmereich fielen indessen blutige Ereignisse vor, welcheeine Wendung in beiden Hälften herbeiführten. Auf Baescha folgtesein Sohn Ela (933—932). Dieser war dem Müßiggang und demTrünke ergeben. Während seine Krieger mit den Philistern Kriegführten und Gibbton abermals belagerten, brachte er seine Tage beiGelagen zu. Diesen Umstand benutzte einer seiner Diener, Simri(Zimri), Befehlshaber über die Hälfte der Kriegswagen, welcher inThirza zurückgeblieben war. Während Ela im Hause seines Palast-hauptmanns schwelgte, tödtete ihn Simri (um 932), rottete zugleich dasganze Haus Baescha's aus und verschonte nicht einmal dessen Freunde ^).Selbstverständlich setzte er sich auf den Thron; aber seine Regierungwar von allzukurzer Dauer, nur eine einzige Woche. Sobald dasHeer vor Gibbton von dem Königsmorde in Thirza Kunde erhaltenhatte, ries es sofort den israelitischen Feldherrn Omri als König aus.Dieser zog mit dem Heere vor die Residenz; er fand aber die Thoreverschlossen, belagerte die Stadt und machte eine Bresche in die Mauer.Sowie Simri merkte, daß er verloren war, mochte er sich nicht derSchande aussetzen, durch eine fremde Hand zu fallen, zündete vielmehrden Palast an und stürzte sich in die Gluth. Es war schon der dritteKönig von Israel unter fünf, welcher eines unnatürlichen Todes starb,und nur zwei waren in dem Erbbegräbniß der Könige, welches Jerobeamangelegt hatte, beigesetzt worden^). Bald sollte ein vierter König durchMord fallen.
Omri, ein Kriegsmann, gedachte den leergewordenen Thron soforteinzunehmen, er fand aber Widerstand. Ein Theil der hauptstädtischenBevölkerung stellte nämlich einen Gegenkönig an Thibni, Sohn Ginat's,auf, der wahrscheinlich ein Eingeborener war. Das Heer dagegen hieltan Omri fest. So bildeten sich zwei Parteien in der israelitischenHauptstadt, die einander bekriegten und die Straßen von Thirza wohlmit Blut färbten. Ein Bürgerkrieg fehlte noch ini Reiche Ephraim, umdas Maß voll zu machen. Volle vier Jahre dauerte der Parteikampf(932—928). Endlich siegte die kriegerische Partei, Thibni wurdegetödtet und Omri blieb Alleinherrscher (928) ^s. Er fühlte sich aber
*) Könige I, 16. 8 fg. Vgl. das. II, 9, 31. Wunderlich hat Ewald ausdieser Stelle geschlossen, als ob Simri Ela's Frauen verschont hätte, und daßdie bereits alte Jsebel durch Toilettenkünste Jehu verführen wollte, mit ihrThron und Bett zu theilen! Jsebel nannte Jehu nur deßwegen min m.i >ivr,weil jener gleich diesem ein Beamter des Königs war (min mop»), also diePflicht hatte, doppelt treu zu sein, und dennoch Beide ihren Herrn getödtet haben.
-) Könige das. 16, 6.
b) Das. 16, 21 fg. lieber die Chronologie B. I, S. 471. Zu V. 22
nv'i hat die griechische Version (beider Texte) einen Zusatz, als wenn Thibni