gezüchtigt, so werde ich euch mit Skorpionen züchtigen." Das hatteJerobeam erwartet, und darauf hatte er gerechnet. Zu den Aeltestengewendet, sprach der von Anfang an auf Abfall von Rehabeam sinnendeEphraimite: „Was für Antheil haben wir an David und welches
Erbe an Jsai's Sohn? Zu euren Zelten kehret heim, Israeliten, unddu, David, weide dein eigenes Haus!" Darauf entfaltete Jerobeamdie Fahne der Empörung und versammelte die Sichemiten, die will-fährig sich um ihn schaarten, um ihre Feindseligkeit gegen Rehabeamkund zu geben. Die ganze Eifersucht und der Haß, den die Ephraimitenwährend David's und Salomo's Regierung ob ihrer Unterordnungund vermeintlichen Zurücksetzung in stiller Brust gehegt hatten, brachenmit einem Male hervor. Sie ergriffen die Gelegenheit, um sich vomdavidischen Königsthron loszumachen und wieder, wie einst zur Zeitder Richter, an der Spitze der Stämme zu stehen. Mit Waffen inder Hand drangen die Sichemiten, immer Jerobeam an der Spitze,auf das Haus ein, worin Rehabeam weilte. Dieser sandte seinenFrohnbeamten Adoniram, um die Aufrüh.er wie aufwieglerische Sklavenzu Paaren zu treiben. Ein Steinhagel empfing ihn, er sank lebloszu Boden. Rehabeam, dessen Leben gleichfalls bedroht war, entflohauf seinem Wagen aus Sichem und gelangte nach ^ rusalem. DerRiß war vollzogen, und Niemand war da, ihn zu heilen.
So empört und niedergebeugt durch den Vorgang in SichemRehabeam auch war, so mußte er sich doch erst, ehe er einen Schritt
that, vergewissern, ob er noch auf treue Anhänger zählen konnte. Wie,
wenn die Stämme in der Nähe seiner Hauptstadt, von dem Beispielder Sichemiten verführt, ihm ebenfalls den Gehorsam aufkündigten?Wo würde der Abfall Halt machen? Von dieser Sorge wurde erindeß befreit. Der Stamm Juda, der mit David's Haus eng ver-wachsen war und es als die höchste Blüthe seines eigenen Wesensbetrachtete, blieb seiner Anhänglichkeit an David treu. Der Stamm
Simeon gehörte so sehr als Anhängsel zu Juda, daß er gar nicht als
selbstständiger Stamm mitzählte; er war gewohnt, dem Stamme JudaGefolgschaft zu leisten. Aber auch der Stamm Benjamin blieb Rehabeamtreu; er war bereits mit Juda eng verschmolzen und konnte sein Geschickvon diesem nicht mehr trennen. In den meisten benjaminitischenStädten wohnten zugleich Judäer, und diese hätten einen Abfall ver-hindert. In Jerusalem wohnten mehr Benjamiuiten als Judäer
Der scheinbar überflüssige Vers, das. 12, 17: nun' 'nxo cwv'n buirn >»,bezieht sich auf Benjaminiten, nicht auf Judäer; denn diese werden niemalsbnnv' 'w genannt, es schließt aber auch Genossen anderer Stämme ein, derenGebiet sich Judäer angeeignet hatten, z. B. Daniten in Eschtaol, Thimna (s. I,