Note 30. Tie judäischen Münzen in der nachexilischen Zeit. 84t
Aus diesen Notizen kann man fast biographische Züge dieses Brüder-paares skizzieren. Bor allem ergibt sich daraus, daß Julianus Alexander undsein Bruder Pappos eine Führerrolle gehabt haben müssen. Die Erzählung,daß sie hingerichtet werden sollten und doch gerettet wurden, bezieht sich ohneZweifel auf Quietus' Glückswechsel, der vo» Hadrian abberufen und dannunterwegs hingerichtet wurde. Es war ein unerwartetes Ereignis, daß derBlutrichter Quietus, von Trajan zum Statthalter von Palästina ernannt, einschmähliches Ende gefunden hat; deswegen wurde ein Gedenktag dafür ein-gesetzt. Julianus und Pappos, welche in Laodicea in Gefangenschaft geratenwaren, müssen sich demnach an dem Polemos des Quietus, d. h. an demAufstande in Palästina unter Trajan, beteiligt haben. Bei der Rüstungfür die Restauration des Tempels haben diese beiden Brüder nach ihrer Rettungeine besondere Rolle gespielt. Sie scheinen zunächst die Spenden für dieselbein Empfang genommen zu haben, wie die zitierte Quelle andeutst.
Zunächst muß die Tatsache von der intendierten Restauration beleuchtetund konstatiert werden. Dieses Faktum ist nicht bloß aus der bekanntenjüdischen Quelle, sondern auch aus dem Pseudo-Barnabas-Brief vollauf be-stätigt. Die Worte des Sendschreibens: „wegen ihres (der Juden) Kriegesist er (der Tempel) von den Feinden zerstört worden, jetzt werden sie unddie Diener der Feinde ihn wieder aufbauen')", von einem Zeit-genossen gesprochen, schließen jeden Zweifel aus. Das Sachverhältnis deutetdoch eigentlich auch Spartian sHadr. o. Sj an: Im Beginne seiner Regierunghabe Hadrian im ganzen römischen Reiche den Frieden Herstellen wollen. Dennin Ägypten sei ein Aufstand ausgebrochen, Lycien und auch Palästina hätteneinen rebellischen Sinn gezeigt"). Die Folgerung ergibt sich von selbst. Darum
^ Upistola Laruadas 16, 4: /ixer-rr. 4-ä /»o r» aüroüx
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?atrnm Lpo^tolornin opsra, v. Gebhardt, Harnack und Zahn, führenin den 4>i'o1sK0meua. zu dieser Epistel eine stattliche Reihe stimmberechtigterForscher an, welche auf Grund dieses Passus als unzweifelhaft aufstellen, daßzur Abfassungszeit dieser Epistel die Restauration in Angriff ge-nommen war, und daß Hadrian den Juden diese Konzession gemacht hat.Laciriannm oiroa aunnm 119 prsoidus üuclaeornm InäulAentsm bsmpiumLierosolz'initannm rsstituenäum jus8i88s. Das Wörtchen „/-xer«»" als Be-stätigung des voraufgehenden Verses: „Die Zerstörer des Tempels werdenseine Erbauer sein" vergewissert die Tatsache: „Ja, es geschieht". Unddarauf xüx, „jetzt werden die Diener der Feinde den Tempel wieder aufbauen".Gregorovius hat dieses Zeugnis, welches die jüdische Tradition von derErlaubnis für die Restauration in vollem Umfange bestätigt, nicht gebührendberücksichtigt, und die daraus sich ergebende Tatsache schillernd dargestellt(Kaiser Hadrian, 3. Ausl., S. 36 fg.). H erm. Schiller (Gesch. d. röm.Kaiser I, 6l2, Note 6) ignoriert ganz und gar den Barnabasbrief und faßtEpiphanius' Angabe verkehrt auf, die doch ihrem Kerne nach die Tatsache be-stätigt, daß Hadrian Jerusalem hat aufbauen lassen (nicht das spätere Alia),und daß er einen Aufseher über den Bau ernannt habe, wenn auch dieAngabe, der Übersetzer Llquila sei der Aussetzer gewesen, auf einer Sage be-ruhen mag.
2) Zpartiau, Laärianrm 5: teuemias per ordsm tsirarnm paei opsrasiutenclit . . : l^am IZ'oia cksnigns ao I'ala88tiua redelles aniinv8tzkksrsdant.