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Geschichte der Juden.
halachischer Gegner gibt das Faktum zu, meint aber: das Bündel sei ver-mittelst eines Faserbandes innerhalb des Körbchens verbunden gewesen. Neben-her sei bemerkt, daß R. Mei'r, als ein Jünger N. Akibas, von demselben Über-lieferungen von Sitten und Gebräuchen in Jerusalem empfangen haben kann,da der letztere beim Untergang Jerusalems bereits in vorgerücktem Alter ge-standen hat.
Erwägen wir die Bedeutung dieser Tradition von dem goldenen Lulab»körbchen eingehend. Während R. Me'irs Lebenszeit ist diese Sitte nicht ge-bräuchlich gewesen, sondern nur früher, beim Bestände Jerusalems.Auch außerhalb Jerusalems muß dieser nicht ganz korrekte Brauch nicht vor-gekommen sein, also ausschließlich in Jerusalem. Es kam daher, daß man nurin Jerusalem mit dem Feststrauß Parade gemacht hat. Man hat ihn nichtnur im Tempel und im Bethause beim Rezitieren der Hallelpsalmen in dieHand genommen, sondern hat ihn des Tages über nur selten aus der Handgelegt. Auch dafür hat der Talmud eine Tradition erhalten *). Die Reichenund Vornehmen Jerusalems haben daher den Feststrauß mit einem goldenenKörbchen zur Parade geziert; sie konnten sich diesen Luxus gönnen.
Betrachtet man das Behältnis des Feststraußes an dem Typus der Lulab-münzen, so kann man nicht zweifelhaft sein, daß es eben dieses Körbchenrepräsentiert; es erscheint gerippt und wie kor bärtig geflochten. Eshat einen Fuß oder Griff zum Halten und zwei oder drei Einschnitte.Das Lulabbündel auf diesen Münzen ist demnach so abgebildet oder geprägt,wie es die Vornehmen Jerusalems zu halten pflegten, wie sie damit Staatgemacht haben. Man wird ohne weiteres darauf geführt, daß diese Münz-exemplare nur aus der Zeit während Jerusalems Bestand geprägtsein können, da die Sitte, den Feststrauß in ein Körbchen zu stecken, späternicht vorgekommen ist sdie letztere Tatsache wird nirgends ausdrücklich be-zeugt), die Münzpräger demnach nicht darauf hätten verfallen können, dasBündel in dieser Form abzubilden. Zumal in der Bar-Kochebazeit kanndiese Form nicht vorgekommen sein, da der in dieser Zeit lebende N. Meir sichauf eine Sitte aus früherer Zeit beruft, die demnach zu seiner Zeit nichtüblich war. Man wird auch nicht in Abrede stellen, daß das Behältnis desLulab auf dem Münztypus nur eine Zierrat sein kann, und dieses kgnn es nurgewesen sein, wenn es iu natura als ein korbartiges Geflecht vorgekommenist. Ich verweile bei diesem Umstande, weil er den Schwerpunkt für die chrono-logische Fixierung der Lulabmünzen bildet.
Betrachten wir nun die Kehrseite an diesen Medaillen. Deutlich ist nurdaran das Bild eines Portals mit je zwei Säulen an der Seite und meistensmit einem Architrav. So einig die Numismatiker bezüglich des Bündels mitder Frucht an der linken Seite desselben sind, so uneinig sind sie betreffsdieses Typus. Perez Bayer hielt das Portal für das Bild des Mausoleums,welches Simon Makkabi (oder richtiger sein Sohn) zum Andenken an dieHasmonäerfamilie in Modin hat errichten lassen. Diese Erklärung ist mitRecht verworfen worden, weil die meisten Exemplare dieser Klasse den Namen„Jerusalem" tragen. Es wurde auch als Figur der Bundeslade interpretiert,
*) Dossstda Lukka. II, 10; lleruseli. das. p. 51 a: v.n -p pnx p mpim ^ irmlim labib .-I2M.N '2-^ iwpbi ozinb -mp n-a -ainb lvab rar) :pvip ll'beaw
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