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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
Entstehung
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827
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Note 30. Die judäiscben Münzen in der nochexilischen Zeit. 827

zur Erlösung Israels" (^ce" n'mrd rinn n:r-) und auf der Portalseite anden beiden Säulenseiten und oberhalb des Architravs das WortJerusalem",(r'-rnn-), aber keinen Eigennamen. Mehrere Exemplare dagegen haben aufder Lulabseite die Legende-das zweite Jahr zur Freiheit Israels"(7nnL" 'nnn v"r>) und aus der Portalseite ebenso wie das früher genannteJerusalem" und ebensalls keinen Eigenname». Noch andere wieder auf derPortalseite mehr oder weniger deutlich den NamenSimon", statt Jeru-salem. Endlich eine dritte oder vierte Spezies hat auf der Lulabseite dieWorte-zur Freiheit Jerusalems" (vollständig -'nrn' ninnb), abernicht das Prägungsjahr, und auf der Portalseite den NamenSimon".

Was die chronologische Präzisierung dieser Münzklasse so ziveifelhaftmacht, ist der ttmstand, daß auf einigen Exemplaren derselben ebenfalls Spureneines Kaiserkopfes oder griechischer Buchstaben Vorkommen, eines die Endung

und eines gar ziemlich deutlich in griechischen Buchstaben die Abkürzungvon Titus Tlavins Vespasianns hat. Diese Exemplare sind demnach Über-prägungen römischer Kaisermünzen von Vespasian oder Domitian oderTraj an.

Um aus der Konfusion herauszukommen, muß zunächst die Bedeutung derTppen ermittelt werden. Denn diese, welche sämtliche Lulabmünzen ge-meinsam haben, Feststrauß und Portal, sind auffallend genug und müssenirgend welche Beziehung zu gewissen Vorgängen haben. Die naheliegendeBedeutung des Feststraubes ist von den Numismatikern angegeben: Plis txpsot tkess Lxmbols tbs bltlirog' auä Inrlab reminäsä tks Isves oltks Psast ot Taksrnales (Maddem. Es ist noch hinzuzufügen, daß sie sodargestellt sind, wie sie bei dem Psalmengesang des Hallel gehalten zu werdenpflegen: Der Lulab zur rechten und der Ethrog zur linken Hand. Abereine scheinbare Kleinigkeit bei der Figur des Lulab haben die Numismatikernicht beachtet. Der Lulab mit den dazu gehörigen zwei Zweigchen stecken aufsämtlichen Exemplaren in einem zierlichen Behältnis. Dieses Behältnishat die Gestalt eines geflochtenen Körbchens. Es ist offenbar eine Ver-zierung. Was mag nun diese Verzierung oder dieses Behältnis bedeuten?Der Talmud gibt die Erklärung dazu an die Hand.

Ganz, beiläufig tradiert nämlich R. Metr aus der Mitte des 2. Jahr-hunderts: die Vornehmen Jerusalems haben ihren Feststrauß in einemgoldenen Körbchen zusammengehalten'). Das Bündel von Palme, Myrteund Weide soll nämlich nach dem rituellen Gesetze unten zusammenge-bunden sein. Nnn beruft sich R. Metr gegenüber der Behauptung, daß daszusammenhaltende Band eine Pflanzenfaser sein müsse, auf das Faktum, daßvornehme Jerusalemer nicht darauf geachtet, sondern die Verbindungvermittelst eines goldenen Körbchens bewerkstelligt haben. Sein

') Msekua Lukka III, 8, heißt es: nnc -'tenn' -e-my nr-pn nmio i::nmm pirm vn U'vv ib ,rni br- pri'^bw nn pn:m. Im

Talmud ist eine Variante gegeben, welche die Sache noch prägnanter macht(Sukka 37a): ni-rill'-r pn-rPb rm pi-m nne- o-be-in' 'i'p'r nwp 2 nm,: >non: Das Wort 1122 bedeutet Korb, Körbchen (Vgl. Levy, chaldäisches

Wörterbuch s. v.). Perez Bayer hat das Wort pmr mißverstanden und esals Fäden wiedergegeben (äs >inmi8 Ilebrasorum 8ainarlta»is p. I3V), et,cnm alignanäo Inäaei ilisrosol.pinjtani tiiis anreis laseioulos oireumli-z-asssut. Infolge dieses Mißverständnisses konnte er die Lulab-Münzen nichtchronologisch unterbringen.