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Geschichte der Juden.
der Prägherr gewesen sein könnte, weil er Bar-Kochebas Verwandter war,ist bodenlos nnd wird mit Recht von allen übrigen Numismatikern verworfen.R. Eleasar aus Modin (y'im.-i mpbn ':) war ein frommer Mann, der währendBethars Belagerung in Sack und Asche gebetet hat. Er war ein Hag gadist,d. h. ein Prediger im Geschmacks jener Zeit. Ein solcher Mann eignete sichdoch am allerwenigsten zum Prägherrn. Der Zug, der von ihm in den letztenTagen Bethars erzählt wird, zeigt, daß er keine Ahnung von den politischenoder gar kriegerischen Vorgängen gehabt haben kann.
3 . Wenn die Simonmünzen so ipoo Bar-Kochebamünzen gewesen sein,d. h. sämtlich die Legende gehabt haben sollten, dann hätten sie in
der talmudischen Literatur als poi-u bezeichnet sein müssen, wie
nvutrni- d. h. Münzen, auf denen die Prägung Jerusalem zu
lesen war. Sie werden aber niwii: genannt nnd nicht nmipriL'.
Während also aus der zweiten Revolution weder ein Simon, noch einEleasar mit einer hervorragenden Nolle bekannt ist, braucht man in der Ge-schichte der ersten Revolution nicht erst nach Personen von dieser Be-deutung und mit solchen Namen zu suchen. Simon ben Gamaliel undEleasar ben Simon, der „Priester", drängen sich von selbst ans. Siehaben damals eine hohe Stellung eingenommen. Der elftere, bekanntlich ausder Familie Hillel, welcher den Titel „Naßi" geführt hat, hatte nach Josephuseine gewichtige Stimme während des Krieges, und der letztere war Schatz-meister und anerkannter Führer. Auf diese passen die Legenden mir: ppre»
und pno.i mpim so ungesucht, daß, gäbe es keine überprägten Kaisermünzenmit dem Namen Simon, kein Numismatiker daran gezweifelt hätte, daß sämtlicheSimon- und Eleasarexemplare der ersten Revolution angehören.
So steht die Forschung bezüglich der Münzen der letzten zwei Gattungenvor einem scheinbar unlösbaren Rätsel. Die Simonmünzen nnd auch andere,welche mit ihnen Stilähnlichkeit haben, können nicht während des ersten Auf-standes geprägt sein, weil die teilweise Überprägung auf Kaisermünzen aufdie nachtrajanische Zeit hinweist. Sie können aber ebensowenig aus derzweiten Revolution stammen, weil aus der Geschichte derselben kein Führer mitdem Namen Simon oder Eleasar bekannt ist.
Um diesem verfänglichen Dilemma zu entgehen, muß man einen anderenAusgangspunkt suchen.
Die Lulabmünzen^) dürften den chronologischen Zweifel beseitigen.Wie schon angegeben, hat diese Klasse fast gleichmäßige Typen. Nur dieLegenden auf diesen Münzen sind verschieden. Der Typus ist nämlich unver-kennbar ein Feststrauß. Auf der anderen Seite findet sich als Typus einPortal oder eine Kolonnade, vier Säulen mit einem Architrav und mit nochsonstiger Verzierung oberhalb desselben. Dieses Tetrastylportal ist aber nichtauf allen Exemplaren gleichmäßig geprägt, sondern zeigt manche Formver-schiedenheit. Noch ungleichmäßiger sind die Legenden auf diesen Lulabmünzen.Ein Exemplar hat deutlich auf der Lulabseite die Worte: „erstes Jahr
i) Mose Alaschkar sah eine solche Münze im Anfang des lt>. Jahrhunderts(Responsen Nr. 74 ) i: ror» pn: 010:0» irm rm . . . .11x022.1 )nin2'i'^? xi .vom
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irnunb ii2O 1:2: :,ir>ni 11^2. Die Angabe p-r 021:1 ist wohl ein Gedächtnis-fehler; denn bisher ist keine Münze mit dieser Legende bekannt geworden.Es soll wohl heißen: rsiurb oder p'n 1111. Dergleichen sind bekannt (w. u.).