Druckschrift 
3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
Entstehung
Seite
823
Einzelbild herunterladen
 

Note 30. Tie judäischen Münzen in der nachexilischen Zeit. 823

4) Münze» des Krieges unter Hadrian oder aus dein zweitenAufstande, der zweiten Revolution oder Bar-Kochbamünzen.

I. Bezüglich der schön geprägten Silbermünzen mit der Inschrift rnhsin'nennpn (Var. nen?) aus der einen Seite und hnnv" hpr- oder hpvn '?n auf derandern Seite, herrscht beinahe Einstimmigkeit, was ihre Zeit und ihren Präge-herrn angeht. Sie werden fast von allen Simon Makkabäus beigelegt,obwohl sie nicht seinen Namen und Titel tragen. So weit sie bis jetzt bekanntsind, haben sie alle auf der einen Seite als Emblem eine Mandelblüte(Symbol der aharonidischen Priesterschaft) und auf der andern ein Gefäß miteinem kleinen Griff an beiden Seiten und oberhalb desselben die Jahreszahl.Diese lautet n"e', r"v, n"e' und n"o> (io Abkürzung für nrv). Sie sindwährend 5 Jahren geprägt worden (Madden, p. 67 fg). Da Simon dasMünzrecht von Antiochos Sidetes im Jahre 173 Seleucidarum erhalten(I. Makkab., 15, 6) und gewiß in demselben Jahre davon Gebrauch gemacht hat,so hätten wir Münzen von ihm während seiner letzten fünfjährigen Regierungvon 173 bis 177 (139 bis I3S). Mag immerhin sein offizielles Negierungs-jahr schon 172 begonnen haben (nach I. Makkab. 14, 27fg.; vgl. Merzbacher inv. Sallets Zeitschrift für Numismatik V, 312 fg.), so mar damit noch nicht disvolle Souveränität gewährt. Denn daß die syrischen Könige bei allenRechten und Freiheiten, die sie dem judäischen Volke und den Hasm.-Fürstengewährt hatten, immer noch Ansprüche auf das Herrscherrecht behalten haben,beweist doch ihre Haltung noch gegen Hyrkan I. Der Einwand, welcher gegendiese Simomnünzen besonders von de Saulcy gemacht wurde, ist nicht stich-haltig. Die Abwesenheit von Simons Namen und Titel in der Inschrift, diesich doch bei denen seiner Nachfolger finden, beweist nichts gegen das Faktum,sondern beweist nur für seine Bescheidenheit. Auf den Münzen sollte nur ver-sichtbart werden, daß Jerusalem heilig sei, daß es sich nicht wie unterAntiochos Epiphanes gefallen lassen werde, entweiht und geschändet zu werden.Mit seinem Namen und seiner Würde als Fürst und Hoherpriester mochte Simonnicht prunken.

Die 4 Erzmünzen mit der Inschrift nhnrh auf der einen Seiteund p-nn -inr auf der andern, und bei zweien noch dazu >rn und >"on, welchede Saulcy als die einzigen Simon Makkabäus zuschrieb, sind von zweifelhafterEchtheit. Die Embleme sind sehr seltsam. Zwei Exemplare (Pariser Münz-kabinet) haben auf der einen Seite zwei Lulab und auf der andern einenEthrog. Andere haben auf der einen Seite ebenfalls 2 Lulab und in der Mitteeinen kleinen Ethrog, und auf der anderen Seite eine Palme mit kleinenKörbchen. Wieder andere Neu. (L.) 1 Lulab und zwei Ethrog. Endlich ist einExemplar auf der einen Seite verwischt und zeigt auf der anderen ein kaumerklärliches Emblem (bei Madden p. 71 fg.).

II. Die Münzen der Makkabäerfürsten, der Nachkommen Simons, vonHyrkan I. (pn,n>) bis auf Antigonos (n'.nmr) sind teils ganz hebräisch, teilshebräisch und griechisch, und im ganzen klar und verständlich. Nur ein einzigerPunkt muß noch erörtert werden. Die Hyrkanmünzen zerfallen in 2 Gruppen,die eine hat die Legende v'iin'n n:n irni Hirn ;>non ;rnin> (oder min'n) (beiMadden, p. 8V, Nr. 2530), und die andere hat: o-nnn-n ioni Hirn ;non(das. x. 76, Nr. 124). Die Aristobulmünzen (mit dem hebräischen Namennun-) haben nur die Legende, wie in der zweiten Gruppe der Hyrkanmünzen:v'iin'.n non, (auch h:ir) hir ;no ni>n> (nur eine hat die Variante v'irn'n non(ohne das kopulative i) und eine andere mun-n nonn (das. p. 82 fg.). DaS