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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

und damit wäre der Umsturzplan in seinem Anfänge gescheitert gewesen. Aberder Schamma'ite Zacharia hat sich nicht dagegen erklärt. Aus dem an allenStellen gleichlautenden Ausdruck: 12 .mir: tzv irnmup scheint hervorzu-

gehen, daß er sich eines Votums enthalten habe. Dieses Schweigen müssen diediensttuenden Priester als eine Zustimmung zu dem Anträge angesehen haben,daß das Kaiseropfer nicht dargebracht werden sollte. Und deswegen ist die Klagetradiert worden: dieses Zacharias Zurückhaltung habe an der Zerstörungdes Tempels Schuld getragen. Die Hilleliten, welche für den Frieden waren,haben wohl diese Tradition von Zacharias Verhalten bei dieser wichtigenFrage tradiert. Die Sage von Kamza und Bar-Kamza hat übrigens ebenfallseinen historischen Anhalt. Unter den Nömerfreunden in Tiberias zur Zeit derRevolution nennt Josephus (Vita Ul) einen 6 roll Lo^Pv,7.

30.

Dir jndäischrn Münzen in der nachrriiischen Zeit.

Aus winzigen Anfängen hat sich die Studie über jüdische Münzen zueinem umfangreichen Literaturgebiet erweitert und vertieft. Was anfangs nurSache der Kuriosität war, als man Münzgepräge in hebräischer Sprache undin althebräischem (samaritanisch-phönizischem) Alphabet fand und dann nochdazu entdeckte, daß manche darunter übcrprägte Kaisermünzen waren, ist gegen-wärtig Gegenstand eifriger Forschung geworden. Vor etwa 30 Jahren hat cle8anloz-, welcher viele solcher Münzen in Palästina gesammelt hat, zuerst dieseStudie angeregt, und seitdem ist dieser numismatische und der damit verbundenehistorische Stoff in größeren Abhandlungen und Monographien in verschiedenenZeitschriften vielfach zerstreut beleuchtet worden.

Man unterscheidet nämlich gegenwärtig in der jüdischen Numismatik vierGattungen Z:

1) Münzen von Simon Makkabäus;

2) Münzen der Makkabäerfürsten oder Könige;

3) Münzen aus der Zeit des Krieges gegen die Römer unterVespasian und Titus oder Münzen des ersten Aufstandes, derersten Revolution und

Zur Übersicht stelle ich hier die Literatur über die jüdische Numismatiknach den Namen der Autoren zusammen. Nach dem Initiator für diese StudiePerez Bayer und noch vor de Saulcy hat Cavedoni (1849) bei Behänd-lung der biblischen Münzen auch diesen Teil der Numismatik behandelt, dannwieder 1855 in einem Appendix. Nach Cavedoni und de Saulcy haben selb-ständig in eigenen Schriften oder Sammelwerken darüber geschrieben: H. C. Reich -Hardt, Graf de Vogüs, M. A. Lewy, Churchil Babington, RaffaeleGarucci, v. Werlhof, Francois Lenormant, Eugen Merzbacher, Fre-deric Madden. Des letzteren zwei Werke: Historz- ob tüs servisl, eoinaps(1864) und der zweite Band seines international nnmisinata Orientalia (188I>umfassen das Gebiet dieser Literatur vollständig und sind mit ausgezeichnetenAbbildungen versehen. Zum Schluß des letzten Werkes sind die Titel der Werksund der Befund der Sammelschriften, in welchen von jüdischen Münze» ge-handelt wird, sorgfältig zusammengestellt. Die Quellen und Münzen, die hiernicht besonders bemerkt sind, finden sich in Maddens zwei Werken verzeichnet.Meine Zitate beziehen sich auf das zweite Werk sEine genaue Bibliographieder einschlägigen Literatur jetzt bei Schürer 1^, S. 2225. 760 f. 765 fZ.

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