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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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Geschichte der Juden.

opfers aufgetragen: :'7 iv'-w.i o.ni> -mn. Dann heißt es dort zum Schlüsse:Der Tempelberg habe die große Volksmenge nicht fassen können, und manhabe dieses Pascha das der Erdrückung genannt: wv.n ins, bn-w" ww:

noe x'lp: .i'.i, .n'.n. Dieselbe Nachricht kommt auch im Midrasch

zu Threni vor (Anfang hinter der Einleit, (zu l, 1 op i'p.ns), ohne Angabedes Namens. Darauf wird eine Nachricht von der Erdrückung eines Greises amPaschafeste mitgeteilt, wie die oben angeführte im Talmud, aber ohne denZusatz, daßes zur Zeit Hillels geschehen sei: ov .w.u ip'inr: .w.-> nbi n'on ww: nrm opo

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Die Berichtigung dieser Angaben und die Zeit und die Veranlassungzu dieser Zählung ergibt die Nachricht bei Josephus (Jüd. Kr. VI, 9, 3).Josephus erzählt: Der römische Legat von Syrien habe einst dem Kaiser Nero,der das Volk der Juden wegen seiner Geringzähligkeit verachtete, den Be-weis von der großen Volksmenge derseben geben wollen, und habe die Priestergebeten, wenn es möglich wäre, die Menge zu zählen. Bei dem bevorstehendenPaschafeste seien 25 Myriaden (oder 27 Myriaden) und noch dazu 6500 Opferdargebracht worden, und auf jedes Opferlamm seien wenigstens 10 Mann ge-kommen. So habe die Zählung 2 Millionen und 700 000') ergeben, außer

der Zahl der Unreinen, welche das Pascha nicht mitseiern durften. "Or-

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Nach diesem Berichte war es also der Legat Cestius Gallus, der dieseVolkszählung veranlaßt hat. Darin liegt kein Widerspruch gegen die Angabeder talmudischen Quelle, daß Ngrippa dieselbe veranstaltet habe, da schwerlichder Legat sich direkt mit den Priestern in Verbindung gesetzt, sondern ihnenwohl den Auftrag nur durch den König Agrippa II. zugestellt haben wird.

Beachten wir Josephus' Bericht sorgfältig, so ergibt sich daraus ein wich-tiges Faktum. Cestius wollte vermittelst der Zählung dem Kaiser Nero dieÜberzeugung beibringen, daß bas judäische Volk numerisch nicht so zu unter-schätzen sei, wie es diesem schien oder von seinen Höflingen dargestellt wurde.Er wollte also durch eine Tatsache feststellen, daß Judäa eine imposante Männer-zahl ins Feld zu senden imstande sei und daher nicht gereizt werden dürfe.Um dieses Resultat zu erzielen, mußte dafür gesorgt werden, daß an demPascha, welches eine annähernde Volkszählung liefern sollte, eine besondersstarke Beteiligung stattfinde. Es ist also wohl von Cestius Gallus, dem Könige

') Über die Zahl selbst sind verschiedene Lesarten: vergl. die Haver-campsche Ausgabe des Josephus (jetzt Niese zur Stellest Statt -Ixoar Tr^rrlesen einige klxoar 7rcli"rüis /-I-Ht'vlckk? . . . errrci. Die Zahl 60 My-riaden im Talmud ist jedenfalls übertrieben.