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Geschichte der Juden.
minder schmerzlich empfunden haben. Es läßt sich aber auch faktisch Nach-weisen, daß die Hilleliten im Geiste ihres Stifters für Frieden, Ruhe undOrdnung waren. Es hat sich gezeigt, daß sie gegen den Absonderungsbeschlußwaren, und daß einige Hilleliten dabei ihr Leben eingebüßt haben. DasMotiv ihrer Antipathie gegen diese Beschlüsse wird nicht angegeben. DieSzene im Tempel vor dem Nikanortore, als es sich um dis Einstellung desOpfers für den Kaiser handelte, läßt sich als Differenz der beiden Schulenansehen. Auf Eleasars Rat hatten die diensttuenden Priester den erstenSchritt zur Revolution, der getan. Da traten die Gesetzes-kundigen unter den Pharisäern, ol nH -do-gra«/-.,?' aus und wiesen
auf das Gefährliche dieses Schrittes und auf das Abweiche» von der Regel hinund machten geltend, daß von jeher Opfer und Gaben von Heiden für denTempel angenommen worden seien (jüd. Krieg II, 17, 3). Wenn mich meinSinn nicht ganz täuscht, so ist hierin der Friedensgesang der Hilleliten zu er-kennen. Zu den „Ausgezeichneten" der Pharisäer, welche dagegen waren, ge-hörte gewiß N. Jochanan ben Sakkai, und dieser war Hillelite. —Sehen wir, wie sich dieser, der Repräsentant der Hilleliten, in diesem Kriege be-nommen hat. Der haggadische Kommentar Abot di R. Natan hat ein unschätz-bares Bruchstück über diesen Punkt gerettet, das durch und durch historisch gehaltenist. Als sich Vespasian Jerusalem nähert, ruft N. Jochanan den EinwohnernJerusalems zu: „Warum wollt ihr diese Stadt zerstören und den Tempel ver-brenne»? Der Feind verlangt ja nur von euch einen Pfeil oder eine Lanzeund ist nicht abgeneigt abzuziehen." Sie antworteten: „Wie wir seine beidenVorgänger besiegt habe», werden wir auch ihn besiegen." Vespasian hatteaber (befreundete) Männer auf den Mauern Jerusalems, die ihm von jedemVorfall Kunde gaben, ihn niederschrieben, die Schrift in einen Pfeil steckten und überdie Mauer warfen. Unter anderem zeigten sie Vespasian auch an, daß R. Jochananzu den Freunden des Kaisers gehöre und so und so die Jerusalemer angeredethabe. Die wichtige Stelle lautet im Original: -wL',-« ownni en,wr-u nrew,
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Mahnung zur Unterwerfung hören wir das Echo der Reden Agrippas undJosephus'. Man hat in diesem Bruchstücke nur Titus für Vespasian zuemendieren, da ja Vespasian die Belagerung Jerusalems nicht geleitet hat.Wie authentisch diese Notiz ist, geht besonders aus der Erwähnung der beidenVorgänger hervor. Darunter sind Metilius und Cestius zu verstehe»,die beide von den Zeloten besiegt worden sind. Daß diese Notiz aus eineralten Quelle geschöpft ist, beweist ferner der Umstand, daß sie von der hebräi-schen Benennung der Zeloten, der gräßlichen Hungersnot und der Tapferkeit
*) In der zweiten Version der ^dot (eä. Lelisolitsr p. 1) lautet derPassus owiwunn o-iv.i 7p uurw> orw. Möglich daß owL' verschrieben
wurde in in der ersten Version. Aber ebenso gut kann in II das Zahl-wort ausgefallen sein, und der Passus mag ursprünglich gelautet haben: 7 p-mw'uin Die Handschrift Epstein hat auch das Wort Übrigens
muß jedenfalls owe- emendiert werden in wie ein Ms. >8o!,sel,rer.
x. uw) hat.