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3. Geschichte der Judäer von dem Tode Juda Makkabi's bis zum Untergange des judäischen Staates 2 (1906)
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813
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Note 27. Das Verhalten d. Hilleliten im Kriege gegen d. Römer. 813

ohne Eleasars Intervention wäre das Buch für apokryph erklärt worden.Darin ist zugleich involviert, daß dem betreffenden Buche eine gewisse Heiligkeitinnewohnte, daß es also nicht profaniert werden durfte, daß es aber nicht fürratsam galt, öffentlich daraus vorzulesen (Vergl. Oittin 45 di ... .nvm i->o

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Bei der Gelegenheit, als es den Gesetzeslehrern opportun erschien, dieHasmonäerrolle öffentlich zu benutzen, muß also wohl die Kanonfrage wiederzur Sprache gekommen sein, und es ist möglich, daß damals auch über dieKanonizität des Hohenliedes und Lolielsts wieder verhandelt worden ist (o.S. 719 f.). Jedenfalls benutzte einer oder der andere, welcher einen Wider-spruch zwischen den Opferbostimmungen im Buch Ezechiel und denen im Penta-teuch gefunden hatte und nicht überwinden konnte, die Gelegenheit, um vor-zuschlagen, zenes dem öffentlichen Gebrauche zu entziehen. Da trat Eleasar b.Anania als Retter dafür auf, löste den Widerspruch per las st nekas, und dieSynode beruhigte sich damit: Ezechiel blieb kanonisch.

So ist der Zusammenhang der Relationen über Eleasar b. Anania er-klärlich. Als Zelot hat er mit seinem Anhang die 18Dinge" von Heidenverboten, hat den Siegeskalender schriftlich fixiert, hat das hebräische Makka-bäerbuch für die synagogale Benutzung eingeführt und bei dieser neuen Auf-rollung der Kanonfrage die synagogale Weiterbenutzung des Propheten Ezechieldurchgesetzt.

Joseph Derenburg hat in seinem Buche sssai mir I'Iiistoirs st ia ZeoAr.äs la ?als8tins 272) meine Ansicht, daß der Urheber der Maßregel gegen

die Heiden Eleasar b. Anania gewesen, und daß sie zur Zeit der Revolutioncingeführt worden sei, adoptiert. Nur gibt er die Identität des Eleasar denAnania im Talmud mit dem Zelotenführer bei Josephus nicht zu. SeineEinwendungen gegen meine Kombination sind jedoch keineswegs erschütternd.Dagegen bestreitet I. H. Weiß in seiner Schrift (zur Geschichte der jüdischenTradition I, S. 187, Note) die ganze Kombination. Aber seine Einwendungensind eher krittelnd als kritisch. Es kommt vor allem daraus an, ob die L.-A.n'pm io .i' 2 n p iipbn oder n'pin p .v'un die richtige ist. Die Erstere ist be-stätigt durch drei Quellen und die letztere ebenfalls durch drei. Da es nunleichter erklärlich ist, daß der Name nxbu in den letzteren ausgefallen ist, aber esunbegreiflich wäre, wie die ersteren dazu gekommen seien, ihn hinzuzufügen, soist die L.-A. iixbu kritisch gesichert. Hat Eleasar b. Anania zur Sammlungder Gedenktage beigetragen, so hat er zur Zeit der Revolution gelebt, da darinauch die Siege über die Römer verzeichnet sind. War er Miturheber derselbenzur Zeit der Revolution, so muß die Maßregel gegen die Heiden in derselbenZeit durch eine Synode sanktioniert worden sein. In diesem historischen Ge-webe hängt Masche an Masche, und keine kann davon gelöst werden.

27.

Das Verhalten der Htlleliten im Kriege gegen dir Römer.

Es hat sich aus dem vorhergehenden (Nr. 24 und 26) ergeben, daß dieSchammalten, ihrem Prinzips getreu, sich zclotisch verhalten haben. Vonihren theoretischen Gegnern, den Anhängern der Schule Hillels, läßt sich imGegensatz dazu von vornherein annehmen, daß sie nicht für Gewaltmaßregelnund kriegerische Abwehr waren, wenn sie auch den Druck des Römerjoches nicht