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Geschichte der Juden.
Handlung kommen, sind: I. der Inhalt der sogenannten achtzehn Dinge2. die Zeit und die näheren Umstände, 3 . die Urheber derselben und 4 . dieKonsequenzen.
l. Der Inhalt. Die Frage, welche Punkte zu den achtzehn gehörten:121 i"> i,i)>: m2(b. Schabb. 13 d.) wußten beide Talmude selbst nicht mehr befriedigendzu lösen. Es ist ein Knäuel, den die Später» erst recht nicht zu entwirren ver-mochten'). Es wurden so viele Bestimmungen hineingelegt, daß Jeruschalmi drei-mal achtzehn zusammenaddiert hat. Um sich herauszufinden, teilte man sie in eineGruppe von achtzehn, zu welchen die Hilleliten ihre Zustimmung gegeben haben,und in andere achtzehn, wobei die Kontroverse unentschieden geblieben ist. So-bald es aber an ein Anfzählen dieser Gruppen geht, beginnt die Berlegenheit.Zuletzt stellt Jeruschalmi eins beliebige Anzahl zur Auswahl. Aber gerade dieachtzehn, welche im Namen des älteren Tanna R. Simon ben Jocha'i tradiertwerden, bieten einen sichern Anhaltspunkt. Nach diesem Katalog waren sämt-liche achtzehn Punkte gegen die Heide» gerichtet. Es ist nämlich verbotenworden, zwölferlei Lebensmittel von Heiden zu kaufen, darunter Brot,Wein, Essig, Salsamcnte und anderes. Die übrigen sechs betrafen: 13 . dieErlernung der Sprache der Heiden, 14 . die Annahme eincs Zeugnisses von Heiden,15 . die Annahme von Gaben von ihnen, 16 . und 17 . den Umgang mit heidnischenJünglingen und Mädchen, 18 . die Annahme ihrer Erstlingsfrüchte. Die höchstwichtige Stelle sj. Sabb. 3 o.j lautet: (2 zmo 8p (1 iin 212 ,2 'in ;2 ppLv- "1 ':.n(8 zn'pHv 8p (8 pi'2',22 8p (7 ze-'iw 8p, (6 zi'r 8p, (5 p-'uii 8p, (4 p>> 8p, (3 11V22 8p,irnip 8p (14 i»2'8 8 p (13 'wui 8 p, (12 ip'ip'.i 8 p (11 .1,281.1 8p (10 ;i'n,8s 8ppi'i:22 8p, (18 pi'.iu2 8p (17 pi>:2 8p (16 pi'iniu 8p ( 15 . Wenn das ketzerisch
Nötigung; sie konnten nur nein oder ja sagen. Es sind aber an diesemTag noch ganz andere Punkte zur Diskussion gekommen, von denen diePossekta zwei aufzählt. Dagegen hatten die Hilleliten opponiert, blieben aberin der Minorität, mögen es nun >8 verschiedene Bestimmungen, mehr oderweniger gewesen sein. So faßt es Mar-Samuel richtig auf ,,2812 n">2, 11,2 i">.Das eine bedeutet 18 Objekte in einem einzigen Gesetz (121 1"' 8p .nur)und das andere achtzehn verschiedene Bestimmungen. Beide Talmudesind aber von dem Mißverständnisse beherrscht, daß unter ,1» 121 i">18 Halachot (innr n">) gemeint seien, und bestreben sich daher unter den ihnenbekannten Bestimmungen und Verboten die Zahl zu ergänzen, dabei verwickelnsie sich in Widersprüche und begehen Anachronismen. Der jerusalemische Talmudz. B. rechnet dazu 2'2pi piu 1U212, die doch schon 80 ( 74 ) Jahre vorher ein-gesührt worden ist (0. S. 716 ); ferner zählt er dazu 12,111 in p2i,2> i,,2wo 1 8p,was doch erst viel später in Uscha bestimmt wurde (b. Sabbat 15 dund Parallelst.). Wahrscheinlich gehören einer früheren Zeit an alle die Be-stimmungen, welche die Gabe für die Priester untauglich machen, und die derJerusch, mit Unrecht zu den 18 zählt: . . . zwui 82m- 8rmi 12,111 rin p8ow ,8n2:' 8,221, 2-111, 1-2.1,, und zwar gleichzeitig mit der Bestimmung, daß das Aus-land die Hebe verunreinige (0. S. 718 ). Alle diese Halachot und Geserot, welchebeide Taimude mühsam zusammenstellen, ohne doch die Zahl vollzähligmachen zu können, haben nichts mit dem 11» 121 1"' zu tun. Es sind damals(2,-2 ,2) allerdings auch einige Bestimmungen durch die Majorität getroffenworden (vgl. Possskta a. a. O.); aber nicht^diese wurden auf eine gewalttätigeArt erzielt, und nicht über diese hat N. Josua einen Tadel ausgesprochen, sondernüber die 121 i"-, d. h. über das Verbot, mit Heiden zu verkehren.
') Man vergl. Possekta Sabbat 0. I., Babli und Jeruschalmi über diesenPunkt und die Kommentatoren: Maimuni in: Mischnakommcntar, Serachja ha-Levi zu Alfaßi und Lipmann Heller zur Mischna.